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Ab sofort auch Zivilstreifen im Einsatz / Codierung bietet Vorteile / Matthias Pelzing: Sicherung per Bügelschloss

Polizei verschärft Gangart gegenüber Fahrraddieben

Bückeburg (bus). Die Bückeburger Polizei verschärft ihre Gangart gegenüber Fahrraddieben. "Ab sofort werden die Schwerpunkte dieses Deliktbereichs zu unregelmäßigen Zeiten von zivilen Funkstreifenwagen mit zivil bekleideter, wechselnder Besatzung bestreift", machte Polizeioberkommissar Rainer Schlie am Rande einer im Gerätehaus der Feuerwehr Evesen organisierten Codier-Aktion deutlich. Alle Beamten des Kommissariats Bückeburg verfügten über Detailwissen, speziell im Zusammenhang mit den Haupttatorten Bahnhof, Innenstadtbereich, Gymnasium und Bergbad.

In Evesen, wo die Codierer in diesem Jahr zum zweiten Mal Statio

Schlie war in Evesen gemeinsam mit den Kollegen Bernhard Reinecke, Georg Ellinger und Werner Kurzmann vor Ort, um auf den derzeit grassierenden Zweiradklau aufmerksam und die in großer Zahl vorgeführten fahrbaren Untersätze per universellem Code sicherer zu machen. Die Codierung biete für den jeweiligen Besitzer etliche Vorteile, klärte das Quartett auf: Schnelle Klärung, welche Dienststelle die Codierung vorgenommen hat, wer der Besitzer des Fahrrades ist und ob ein Diebstahl vorliegt. Parallel zu den Zivilstreifen führt die Polizei regelmäßig gezielte Kontrollen mit als Einsatzkräften erkennbaren Polizisten durch. Zudem wollen die Beamten die Radfahrer für die Thematik sensibilisieren. Die Bitten der Ordnungskräfte: Fahrräder nicht ohne Diebstahlsicherung abstellen, vorhandene Einrichtungen, die zu Verhinderung eines Diebstahls beitragen können, vollständig nutzen, einem vermeintlichen Fahrraddieb die "Arbeit" so gut es geht, zu erschweren, Fahrradbeschreibung, einschließlich der Rahmennummer, selbstständig notieren und Fotoaufnahme anfertigen. Darüber hinaus sollen die Eigner mittels farbiger Karten auf eventuelles Fehlverhalten hingewiesen werden. Schlie: "Falls ein Rad gar nicht gesichert ist, gibts Rot." Für das Abschließen empfiehlt die "Stiftung Warentest", die von mehr als 300 000 Entwendungen pro Jahr ausgeht, in erster Linie so genannte Bügelschlösser. Deren massiven Stahlrohre trotzten auch roher Gewalt, schreibt die Stiftung in einer aktuellen Untersuchung - kaum Chancen für Sägen, Bolzenschneider und kleine Akkuschleifer, die ein Dieb unter dem Mantel transportieren kann. Die Bügelschlösser hielten stand, zumindest die drei für den Test vorgegebenen Minuten lang. Auch Experten für intelligentes Öffnen streckten die Waffen mit dem Gong. Mehr als drei Minuten Zeit nehmen sich professionelle Fahrraddiebe nach Erkenntnissen von Experten nicht. Ist das Schloss bis dahin nicht geknackt, gehts weiter zum nächsten Rad. Häufig müssen die Langfinger nicht weiterziehen. "Billige Fahrradschlösser sind schnell geknackt", weiß auch Matthias Pelzing vom gleichnamigen Bückeburger Fahrradhaus. Ein Bügelschloss sei zwar etwas unhandlich, biete aber den optimalen Schutz. Richtig gesichert ist das Fahrrad nur bei fester Verbindung. Gut geeignet sind Lichtmasten und Pfosten aus Metall. DasFahrradschloss muss dazu allerdings um Laufrad, Rahmen und Lichtmast passen. Was bei Bügelschlössern mitunter problematisch ist. Stabile Panzerkabel könnten einen Kompromiss darstellen. Pelzing rät dazu, das Rad, falls möglich, so abzustellen, dass man es halbwegs im Blick behalten kann.

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