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Feuer auf der Hofstelle Priesett: Fremdverschulden wird ausgeschlossen / Brandwache bis gestern Morgen

Polizei sieht technischen Defekt als Brandursache

Bad Münder (jhr). Der Brand auf der Hofstelle Priesett, der am Dienstag von rund 150 Feuerwehrkräften bekämpft wurde, ist nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei nicht auf ein Fremdverschulden zurückzuführen. Gestern Morgen nahmen Experten des zuständigen Fachkommissariats 1 der Polizeiinspektion Hameln die Brandstelle noch einmal genau unter die Lupe – und fanden im Brandschutt deutliche Hinweise darauf, dass das Feuer durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde, berichtet Polizei-Pressesprecher Dirk Barnert. Vermutlich entstanden die Flammen, die sehr schnell auf die ganze Scheune übergriffen, an einem defekten Elektrokabel.

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Ausgetauscht wurde noch am Abend des Brandes ein Teilstück der Wasserleitung, die zur Ramena führt. Gleich nach Beginn der Löscharbeiten hatten die Einsatzkräfte mit einem dramatischen Abfall des Wasserdrucks im Leitungssystem zu kämpfen gehabt, per Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ließ Stadtbrandmeister Carsten Koch die Wasserversorgung sicherstellen. Ein rund eineinhalb Meter langer Riss in einem Wasserrohr wurde als Ursache ausgemacht und sofort nach Ende der Wassertransportfahrten repariert. „Um 21 Uhr war die Leitung wieder in Ordnung“, sagt Olaf Cassens, Abteilungsleiter Netzgebiet West der Purena.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Unterstützung durch das THW aus Ronnenberg und einen heimischen Landwirt, Stroh und Balken der niedergebrannten Scheune mit schwerem Gerät auseinander gezogen und Glutnester abgelöscht. In zwei Sechsergruppen hielten Mitglieder der Feuerwehr bis gestern um 9 Uhr Brandwache, löschten mit Schaum immer wieder aufzüngelnde Flammen. „Unterm Strich haben wir bei dem Brand gewaltiges Glück gehabt. Dass die Brandmauer zwischen den Gebäuden gehalten hat, war von entscheidender Bedeutung“, so die Einschätzung des Stadtbrandmeisters.

Der Schaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf eine Summe im niedrigen sechsstelligen Eurobereich.



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