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20 Interessierte bei Info-Veranstaltung

Polizei: Migranten als Bewerber gesucht

Stadthagen (han). Die Polizei will Jugendliche mit ausländischer Herkunft für den Beruf des Polizeibeamten begeistern. Während eines Infoabends beschrieb die Stadthäger Oberkommissarin Daniela Kempa das Berufsbild und klärte über Einstellungshürden auf. Rund 20 Interessierte kamen dazu in die Aula der Schule "Am Schlosspark".

20 Prozent aller Menschen, die in Deutschland leben, haben einen Migrationshintergrund, konstatierte die Polizistin. In den Reihen der Polizei seien es hingegen nur zwei Prozent. Die deutsche Staatsbürgerschaft sei keineswegs Voraussetzung für eine Polizeikarriere, auch wer die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates besitze, könne Polizeibeamter werden. Verlangt wird die Allgemeine Hochschulreife oder ein gleichwertiger Bildungsstand. Frauen müssen mindestens 163 Zentimeter, Männer 168 Zentimeter groß sein. Die Maximalgröße betrage zwei Meter. Am Einstellungstag dürfen die Bewerber nicht älter als 32 Jahre sein. "Werden Migranten bevorzugt?", fragte eine Zuhörerin. "Nein, jeder Bewerber absolviert dieselben Eignungstests. Nur die Ergebnisse zählen", erwiderte die Polizeioberkommissarin. Trotzdem wünsche sich die Polizei mehr Bewerber mit Migrationshintergrund, da diese "ungemein hilfreich" seien. "Sie wissen mehr über kulturelle Hintergründe, überwinden Sprachbarrieren und können in bestimmten Situationen effizienter arbeiten", fasste Kempa zusammen. Insgesamt verfüge die Polizei über zu wenige qualifizierte Bewerber.




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