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Festgenommene von Lauenau "Intensivtäter"

Polizei gehen drei schwere Jungs ins Netz

Hameln/Lauenau/Berlin (ube). Den Fahndern der Polizeiinspektion Hameln sind auf dem Autohof Lauenau offenbar drei schwere Jungs ins Netz gegangen. Nach einer spektakulären Verfolgungsjagd waren die Männer aus Berlin und eine Frau aus Bad Pyrmont am Dienstag festgenommen worden. Sie hatten in einem wenige Stunden zuvor in der Bundeshauptstadt gestohlenen Mercedes der E-Klasse gesessen (wir berichteten gestern).

Versteckt zwischen Lkw in Lauenau: Der in Berlin gestohlene Merc

Der mutmaßliche Fahrer des Autos ist 19 Jahre alt. Gegen ihn wurde bereits wegen mehrerer Gewalttaten und eines Raubes ermittelt. Sein ein Jahr älterer Komplize steht im Verdacht, mehrere Raubüberfälle, gefährliche Körperverletzungen und Diebstähle begangen zu haben. Auch wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz soll er in Erscheinung getreten sein. Sein 21-jähriger Kumpel soll mehrere Raubüberfälle, Körperverletzungen und Diebstähle auf dem Kerbholz haben. "Bei diesen drei Personen handelt es sich um so genannte Mehrfach- und Intensivtäter", sagte ein Polizeisprecher. Die 19 Jahre alte Frau ist offenbar noch ein unbeschriebenes Blatt. Die Polizei vermutet, dass es die Clique in Hameln auf ein starkes Schmerzmittel abgesehen hatte, das in der Rauschgiftszene als Ersatzdroge bekannt ist. Bei der Durchsuchung des gestohlenen Fahrzeugs hat die Polizei mehrere gefälschte Rezepte und zehn Packungen mit Ampullen gefunden. Auch in Berlin ermittelte die Polizei bereits gegen die Männer - unter anderem wegen Rezeptfälschungen. Offenbar fuhren die jungen Leute gerade von Apotheke zu Apotheke, als sie Verkehrsfahndern auf dem Münsterwall auffielen. Die vier Tatverdächtigen machen von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch. Die Nacht über verbrachten sie in Gewahrsamszellen. Gestern wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.



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