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Schaden an zerstörtem Fachwerkhaus beträgt rund 450 000 Euro

Polizei findet Ausbruchstelle

Bad Münder (jhr). Auch einen Tag nach dem Band in einem Fachwerkhaus Ecke Lange Straße und Wallstraße ist die Ursache des Feuers noch nicht geklärt. Kriminaltechniker untersuchten gestern die total ausgebrannte Wohnung im ersten Stock des Hauses, kamen dabei zumindest ein Stück weiter. „Das Feuer ist nach bisherigen Erkenntnissen im Wohnzimmer ausgebrochen. Die Brandausbruchsstelle wurde gefunden“, erklärt Jörn Schedlitzki, Pressesprecher der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden.

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Das Feuer in dem denkmalgeschützten Gebäude hatte in der Nacht zu Mittwoch rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr in Atem gehalten. Nur durch einen massiven Löschangriff von außen war es gelungen, den Brand zu bekämpfen und ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude zu verhindern.

Eine Konsequenz des Löschangriffs: Die vom Feuer total zerstörte Wohnung (Stadtbrandmeister Carsten Koch: „Da ist nicht einmal eine Tasse mehr zu gebrauchen“) ist obendrein durchfeuchtet, das Gewicht der Lehmböden hat sich durch das Wasser vervielfacht. Ob das Gebäude überhaupt gerettet werden kann, ist noch unklar.

Gestern Morgen machten sich Zimmermeister Dirk Garberding und seine Kollegen der Zimmerei Schreiber daran, Fassade und Giebel des Fachwerkhauses zur Langen Straße hin abzustützen. Am Nachmittag war die Lange Straße wieder für Fahrzeuge passierbar.

Die Brandursachenermittler der Polizei wollen ihre Arbeit nach einem Gespräch mit dem Wohnungsinhaber über technische Geräte und Einrichtung der Wohnung fortsetzen. Zur Brandursache des unter Zwangsverwaltung stehenden Hauses könnten jedoch noch keine Angaben gemacht werden. „Bislang können wir weder einen technischen Defekt noch fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung ausschließen“, erklärte Schedlitzki auf NDZ-Nachfrage. Die Summe der zunächst genannten Schadenshöhe korrigierte die Polizei gestern aber nach oben: Nach aktueller Einschätzung beträgt der Schaden rund 450 000 Euro.



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