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Tipps und Tricks zur Sicherung der eigenen vier Wände / Großteil der Taten passiert am Tage

Polizei empfiehlt Nachbarn als Einbruchschutz

Bad Münder (lil). Gelegenheit macht Diebe: Damit sich diese Gelegenheite gar nicht erst bietet, haben Kriminalhauptkommissar Peter Linde und Polizeihauptkommissar Michael Rohde jetzt Besuchern des Wochenmarkts Tipps rund um das Thema Einbruchschutz gegeben.

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Drei Viertel aller Wohnungseinbrüche in Deutschland passierten zwischen 8 und 20 Uhr, erklärte Linde. Was aber die wenigsten Haus- und Wohnungsbewohner wissen: „85 Prozent sind Gelegenheitstäter“, so Linde. Sie nutzen schlecht gesicherte Türen oder Fenster. „Profi-Werkzeug haben sie nicht dabei, meist nur einen Schraubendreher. Mehr als drei bis vier Minuten verwenden sie nicht, um ins Haus zu kommen“, weiß der Experte. „Sonst wird es auffällig.“

Laut Linde ist es wichtig, dass das Haus immer bewohnt aussieht. Briefkästen sollten nicht überquellen, die Mülltonne nach der Leerung zeitig von der Straße geholt werden. Eine hohe Begrünung bietet nicht nur den Hausbewohnern Sichtschutz, sondern auch den Einbrechern.

Die nachbarschaftliche Hilfe spiele nicht nur in Urlaubszeiten beim Einbruchschutz eine essenzielle Rolle, so der Kriminalhauptkommissar. Nachbarn sollten stets aufmerksam verfolgen, was in ihrer Siedlung passiert. Betreten Fremde das Grundstück? Fährt ein Auto mit ortsfremdem Kennzeichen langsam die Straße ab? Die Polizei rät, diese Personen gegebenenfalls anzusprechen und bei verdächtigen Beobachtungen umgehend die Polizei zu alarmieren.

Neben technischen Sicherungen an Türen und Fenstern sowie Alarmanlagen empfiehlt Linde einfache Mittel, die die Täter irritieren. Dazu zählt etwa ein zweiter Name am Klingelschild, der den Eindruck entstehen lässt, dass noch jemand im Haus ist. Auch hilfreich ist ein Schild an der Gartenpforte oder ein Wassernapf auf der Terrasse, da beides auf einen Hund hinweist. Nachbarn könnten außerdem in Urlaubszeiten ihre Zweitwagen in der Einfahrt des anderen parken. „Das sind Kleinigkeiten, da denkt man gar nicht dran“, zeigt sich Ruth Jenniges interessiert. Linde rät: „Nutzen Sie eine Zeitschaltuhr, die in den Wohnräumen automatisch das Licht angehen lässt.“ Der Lichtschein hinter Vorhängen reiche aus, um die Täter zu verunsichern, so Linde.



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