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Polizei: Ehemann greift Auto seiner Ehefrau mit Glasflasche an

BAD MÜNDER. „Überdurchschnittlich viel zu tun“ – so beschreibt die Polizei Bad Münder das vergangene Wochenende. Zu zahlreichen Einsätzen mussten die Streifenwagenbesatzungen ausrücken - auch zu einem aggressiven Ehemann.

Auf frischer Tat wurde am Sonnabend eine Umweltsünderin in Bad Münder erwischt. Laut Polizeiangaben hatte eine Zeugin beobachtet, wie Frau gegen 14 Uhr neben einem Altglascontainer in der Rahlmühler Straße einen grauen Plastiksack mit alten Teppichresten ablagerte. Als die Zeugin die Ertappte ansprach, habe sich die 57-Jährige uneinsichtig gezeigt, weswegen die Polizei gerufen wurde. Nun erwartet sie ein Bußgeldverfahren; zudem musste sie ihre Teppichreste wieder mitnehmen.


Wie bereits berichtet, wurde um kurz vor 17 Uhr ein verletzter Radfahrer an der Kreisstraße 72 zwischen Hamelspringe und Bakede gemeldet. Bei dem 68-Jährige ergab ein Test eine Atemalkoholkonzentration von fast 2,1 Promille. „Dieser Wert erklärt den Sturz des Mannes, bei dem er sich leicht verletzte“, so die Polizei. Nach der medizinischen Versorgung seiner blutenden Wunden vom Rettungsdienst wurde ihm eine Blutprobe entnommen.


Zudem mussten die Einsatzkräfte in Bad Münder unter anderem Hilfeleistungen für einen liegengebliebenen Autofahrer auf der Bundesstraße 442 bei Nettelrede leisten; zudem wurde ein toter Fuchs auf der Fahrbahn der B 442 gemeldet.


Um kurz nach 23 Uhr wurde in der Langen Straße ein Autofahrer kontrolliert. Neben der festgestellten Alkoholeinwirkung – der Mann pustete fast 1 Promille – bestand der Verdacht einer Drogenbeeinflussung. Dem 26-Jährigen Fahrer wurden eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt (NDZ berichtete).


„Gegen das Gewaltschutzgesetz und damit verbundenem Annäherungsverbot hat ein 37-jähriger Mann aus Bad Münder verstoßen, als er sich in der Nacht zu Sonntag seiner Noch-Ehefrau annäherte und mit ihr in heftigen Streit geriet“, teilt die Polizei weiter mit. Während des Streits in der Langen Straße habe der „aggressiv auftretende Mann“ auch eine Glasflasche gegen den Pkw seiner Frau geworfen. Die Polizei musste einschreiten.


Am Sonntag hatte es die Polizei unter anderem mit illegalen Abfallbeseitigungen im Justus-von-Liebig-Weg zu tun.


Außerdem trafen die Beamten erneut auf den Autofahrer, der bereits am Sonnabend in den Langen Straße kontrolliert wurde. Er hatte, so die Polizei, „nicht dazu gelernt“. Denn in der Nacht zu Montag war er erneut unter Drogeneinfluss im Stadtgebiet von Bad Münder unterwegs. Dem 26-Jährigen wurde erneut eine Blutprobe entnommen – auf ihn werde ein erhebliches Bußgeld zukommen. „Über Führerscheinmaßnahmen entscheidet die zuständige Führerscheinstelle“, so die Polizei.


Weiterhin beschäftigten zahlreiche Ruhestörungen die Beamten; „herrenlose Fahrräder wurden nebenher eingesammelt“, so die Polizei. Zudem wurde aus einem Schuppen in Bad Münder ein Kinderfahrrad gestohlen. Außerdem musste die Polizei die Feuerwehr und den Rettungsdienst unterstützen.


Doch nicht nur für Bad Münder sind die hiesigen Einsatzkräfte zuständig – auch die Flecken Coppenbrügge und Salzhemmendorf gehören zum Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Bad Münder. Und auch hier gab es am Wochenende einiges zu tun.


In einem Coppenbrügger Ortsteil gab es am Sonnabendmittag Streitigkeiten, in deren Verlauf es zu einer Sachbeschädigung und zu einer Körperverletzung kam. Die Polizei wurde gerufen, die vor Ort schlichtete und entsprechende Strafanzeigen entgegennahm.


In Salzhemmendorf-Osterwald stürzte eine Reiterin vom Pferd. Sie blieb unverletzt; das Pferd war jedoch getürmt und musste gesucht werden. Ein Anwohner konnte es schließlich einfangen.


Ein Angehöriger machte sich Sorgen um seinen in Coppenbrügge lebenden Onkel, da dieser auf Klingeln und Klopfen nicht reagierte. Der Neffe vermutete, dass sich der 72-Jährige in einer Notlage befinden könnte, und warf daher am Sonnabendnachmittag eine Terrassentür ein, um ins Haus zu gelangen. Dort fand er seinen Onkel leblos; der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. „Die Polizei Bad Münder nahm zusammen mit der Tatortgruppe der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden die Todesermittlungen auf“, so die Polizei. „Fremdeinwirkung konnte dabei nicht festgestellt werden.“


Am Sonntag ging es für die Polizei nach Levedagsen: Hier wurden zwei aneinander gekettete Pedelecs aus einer geschlossenen Garage entwendet. Zudem brachen Unbekannte in Salzhemmendorf an der Hauptstraße in einen Friseur-Salon ein und entwendeten die Registrierkasse und ein Sparschwein mit Bargeld.


Zudem hatten es die Beamten mit einer Suizidankündigung in Salzhemmendorf zu tun. Durch gutes Zureden der Beamten habe die junge Frau aber schließlich die Tür geöffnet. Sie wurde in eine psychiatrische Fachklinik gebracht.


Hinweis: Normalerweise berichten nicht über Suizide, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Hilfe bekommen Betroffene unter (08 00) 111-0-111 und auf www.telefonseelsorge.de.




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