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28-Jährige weiter in Lebensgefahr

Polizei bestätigt: Sohn sitzt im Auto, als Mutter durch Südstadt geschleift wird

HAMELN/BAD MÜNDER. Im Fall der jungen Mutter aus Hameln, die von ihrem Ex-Mann offenbar zu Tode geschleift werden sollte, werden immer mehr grausige Details bekannt. Am Dienstag wurde bestätigt: Der zweijährige Sohn saß im Auto, als das Verbrechen geschah. Die Auswertung der gesicherten Spuren und die Befragung von Zeugen werden fortgesetzt.

Die Einsatzkräfte sichern am Tatort Spuren. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Obwohl der Junge zum Tatzeitpunkt im Auto war, sind die Ermittler zu der Überzeugung gelangt, dass er nicht mitbekommen hat, wie seine Mutter durch die Südstadt geschleift wurde. Er könne allerdings die Auseinandersetzung beobachtet und die Hilferufe gehört haben, sagte Oberkommissar Jens Petersen.

Hier spielte sich die Tat ab

Zudem soll es weitere Augenzeugen der Tat geben. Das Opfer habe auf der Straße so laut geschrien, dass mehrere Menschen ans Fenster geeilt seien "und das Tatgeschehen beobachtet haben", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.
Die Frau war noch in der Nacht zunächst in Hameln und später auch in einer anderen Stadt operiert worden. Sie hat schwerste Verletzungen am ganzen Körper erlitten, musste sogar wiederbelebt werden. Nach Angaben der Polizei schwebte sie auch am Dienstag immer noch in Lebensgefahr. Neben den Stichverletzungen soll die Hamelnerin auch eine Hirnblutung erlitten haben. Die Ärzte haben sie in ein künstliches Koma versetzt. Vermutlich wird die Verletzte daraus erst in zwei Wochen wieder erwachen.

Das für Tötungsdelikte zuständige 2. Fachkommissariat hat am Dienstag die Auswertung der gesicherten Spuren und die Befragung von Zeugen fortgesetzt. Es wird erzählt, dass Nurettin B. ein Schläger sei. Bei der Polizei war der Familienvater bislang ein unbeschriebenes Blatt. Zum Motiv machten die Ermittlungsbehörden keine Angaben. Ein Sorgerechtsstreit um das gemeinsame Kind und die Verletzung der Ehre des Mannes könnten Auslöser für die Tat sein. Davon sind Freunde des Paares überzeugt. Der Verdächtige und das Opfer sind deutsche Staatsbürger, sie haben aber einen türkisch-kurdischen Hintergrund.



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