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Es geht um IGS und Schulzentrum Nord / Dienstag Podiumsdiskussion

Politik soll klar Farbe bekennen

Hameln (CK). Wenn am kommenden Dienstag, 29. Januar, um 19 Uhr in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums auf einem Podium über die Perspektiven des Schulzentrums Nord diskutiert wird, möchte die CDU-Ratsfraktion gut vorbereitet sein. Vor allem das Thema IGS ist es dabei, das die Politiker bewegt und das, so hatte es Fraktionschef Claudio Griese angekündigt, solle im Januar „abgearbeitet“ werden.

Bis Ende dieser Woche, sagt Griese, erwarte die Fraktion von der Verwaltung Antworten auf einen entsprechenden Fragebogen der CDU, vor allem hinsichtlich der Planungssicherheit für die Gymnasien für die nächsten zehn Jahre, für die zu erwartenden Schülerzahlen und die Zukunft des Schulzentrums Nord insgesamt. Griese: „Am kommenden Montag wird die Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen auf dieser Grundlage eine Entscheidung treffen.“

Denn Kritik gab es in jüngster Vergangenheit zuhauf: „zu teuer, falscher Standort, keine Konzept“ – das seien nur einige der Vorwürfe, von denen das Kollegium der IGS meist aus der Zeitung erfahren habe, beklagt Michael Müller-Altheide im Namen des Personalrats der Gesamtschule. Er verweist auf das vielfältige Engagement des Kollegiums: „Seit der Gründung der IGS entwickeln wir Konzepte, setzen Projekte um, führen neue Methoden ein, beraten auf Konferenzen, besprechen uns in Arbeitsgemeinschaften, kooperieren mit anderen Gesamtschulen, nehmen an Fort- und Weiterbildungen teil und sind integrativ tätig. Wir engagieren uns für unsere IGS aus vollster Überzeugung, und dieses Engagement endet nicht um 15.15 Uhr, weil uns unsere Schülerinnen und Schüler am Herzen liegen“, so der Personalrat. Er fordert deshalb alle Beteiligten auf, „undifferenzierte und diffamierende Debatten zu unterlassen und bietet stattdessen einen „offenen und konstruktiven Dialog“ an.

Derweil haben sich Eltern-, Schüler- und Lehrervertreter von Albert-Einstein-Gymnasium, IGS und Sertürner-Realschule mit einem offenen Brief an die politisch Verantwortlichen in der Stadt Hameln gewandt. Darin heißt es unter anderem: „Presseberichte haben Elternschaft, Schülerschaft und Kollegien der Schulen im Zentrum Nord erheblich verunsichert. Unklarheit in Bezug auf den Standort der IGS und über den Bestand des Albert-Einstein-Gymnasiums ist entstanden. Die Sertürner-Realschule, in der an diesem Standort noch dreieinhalb Jahre Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, wurde gar nicht mit einbezogen. Mit ausgelöst wurden diese Überlegungen dadurch, dass erstmalig die Folgekosten für die Einrichtung der IGS genauer beziffert wurden, die deutlich höher ausfallen als vorher suggeriert.“

Die Entwicklungen der letzten Jahre hätten gezeigt, dass die IGS so stark nachgefragt sei, dass die Plätze ausgelost werden müssten, heißt es weiter. An den drei Gymnasien müssten insgesamt 15 Anfangsklassen eingerichtet werden. Damit alle an den Gymnasien angemeldeten Schüler dort auch aufgenommen werden könnten, seien weiterhin drei Gymnasien erforderlich. Die Verfasser schreiben: „Da es Wunsch aller Parteien ist, die Klassengrößen weiter zu senken, besteht der jetzige Raumbedarf auch bei sinkenden Schülerzahlen weiter. Die Umsetzung der Inklusion erfordert sogar zusätzliche Räume.“ Deshalb fordern sie von der Politik „ein klares Bekenntnis zum Schulzentrum Nord“. Für den dringend erforderlichen Ausbau des Schulzentrums müssten möglichst rasch die nötigen Mittel bereitgestellt werden. Dies sei Voraussetzung für qualifizierte Angebote im Schulzentrum Nord und sichere die Breite der Wahlmöglichkeiten für die Eltern. „Wir erwarten die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Unterstützungspersonals“, so die Vertreter von Lehrern, Eltern und Schülern.

IGS, Sertürner und nicht zuletzt das AEG – hier wird ein klares Bekenntnis zum Schulzentrum Nord gefordert.

Foto: Dana




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