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Ortsrat "bittet" Stadtrat um positiven Beschluss / Umbaukosten sollen ermittelt werden

Platz für zwei Gruppen: U3 in Schul-Außenstelle?

Krainhagen (rnk). Geht es nach den Vorstellungen des Ortsrates, wird die ab dem nächsten Sommer leerstehende Außenstelle der Grundschule für die U3-Betreuung genutzt. Einen entsprechenden Beschluss hat das Gremium vorgestern Abend verabschiedet.

Grundlage des Beschlusses, der in Form einer Bitte formuliert wurde, war der Besuch einer Vertreterin der Landesschulbehörde, die sich am Montag dieser Woche sowohl die Außenstelle als auch das Ortschaftshaus angesehen hatten, in dem nach kleineren Umbauten schon im nächsten Sommer eine U3-Gruppe angeboten werden könnte - allerdings zu Lasten der halben Kindergartengruppe (wir berichteten). Wie Ortsbürgermeister Thomas Mittmann (SPD) ausführte, hat sich nach der Besichtigung der Grundschul-Außenstelle ergeben, dass das Gebäude von der reinen Größe her sogar für zwei U3-Gruppen zu jeweils drei Kindern geeignet wäre. Die Vorgaben pro Gruppe - 45 Quadratmeter für die Betreuung, 16 Quadratmeter für den Ruheraum und 12 Quadratmeter Außenfläche je Kind - wären problemlos erfüllbar, die Klassenräume wären nämlich 63 Quadratmeter groß. Das Außengelände müsste eingezäunt werden. Aus Sicht des Ortsrates würde diese Lösung gleich mehrere Probleme auf einmal lösen: Das Gebäude würde weiterhin genutzt werden, mit dem Martin Luther-Haus ist der Bedarf an leerstehenden Häusern in Krainhagen aus Sicht der Politiker mehr als gedeckt. Zudem stünde das Freigelände am Ortschaftshaus, das im Fall der Einrichtung von U3-Plätzen dann von den Kindern genutzt werden würde, weiterhin der Feuerwehr zur Verfügung. Denn die Blauröcke, so informierte Mittmann, hätten schon bei ihm vorgesprochen: Das Gelände werden zum Üben mit dem Nachwuchs benötigt - und man habe wenig Lust, den zentral gelegenen Platz aufzugeben und die Kinder mit dem Auto zur nächsten geeigneten Grünfläche zu fahren. Einen weiteren Vorteil sah Wolfgang Schmidt (CDU) bei der räumlichen Trennung von Kindergarten- und U3-Kinder: Ohne die älteren Kinder im gleichen Haus kämen die U3-Kinder deutlich besser zur Ruhe. Von den Kosten eines Umbaus der Grundschule solle man sich nicht schrecken lassen, meinte Herman Albers (SPD): Da greife die Drittelung, die Kosten würden durch Kommune, Land und Bund geteilt. Nicht ausgesprochen wurde, was allen klar war: Zum nächsten Sommer wird eine U3-Betreuung in der Außenstelle nicht einzurichten sein. Wie Mittmann erklärte, habe Bürgermeister Oliver Schäfer (SPD) nach dem Besichtigungstermin mit der Landesschulbehörde grünes Licht für den Ortsrat gegeben. Falls gewünscht, werde man die entstehenden Umbaukosten durch einen Experten ermitteln lassen. Ingrid Pernau (SPD) regteaußerdem an, dass man sich mit der "Rasselbande" kurzzuschließen sollte.

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