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Taufe der Auszubildenden in Hehlen am Ende ihrer Lehrzeit

Platschnass aber vergnügt

HEHLEN. Und Platsch! Dass die Auszubildenden am Ende ihrer Lehrzeit baden gehen, hat bei Heller-Leder aus Hehlen Tradition.

Viel Spaß hatten die Mitarbeiter bei der Taufe der Auszubildenden von Heller Leder und Helcor-Leder-Tec in Hehlen. FOTO: PR

Gleich sieben Täuflinge waren es, die beim Sommerfest des Unternehmens buchstäblich die Flausen aus dem Kopf gewaschen bekommen haben und schließlich in kompletter Montur baden gehen mussten. Was den umstehenden Kollegen ein freudiges Lachen ins Gesicht treibt, geht auf das Ritual der Gerbertaufe zurück.

Zunächst wird dabei der Taufspruch verkündet, nach- dem die Azubis dazu angehalten werden, ihr erworbenes Wissen zum Nutzen der Menschheit zu verwenden und ihr Handwerk ohne Fehl und Tadel auszuüben. Anschließend folgt die soeben angesprochene Prozedur, bei der der Täufling symbolisch vom Studienstaub befreit wird. Mit viel Elan nehmen die Kollegen dafür Bürste und Eimer zur Hand und achten penibel darauf, dass auch das letzte Staubkorn aus den Haaren der Täuflinge verschwunden ist. Haben die Azubis diesen Teil hinter sich, wird die Taufe mit einem Tauchgang besiegelt – in diesem Fall in einen wassergefüllten Anhänger. Der Gedanke hinter diesem Ritual ist einfach: Damit bereiten die Täufer den Nachwuchs auf die harte Reise des Berufslebens vor.

Nass, aber sichtbar glücklich, werden die Täuflinge im Hänger davongezogen. Allerdings nicht, ohne dass der Hänger noch einmal kräftig ausgebremst wird, und das Wasser darin so richtig schön schwappt. Im Taufbecken baden durften in diesem Jahr die Gerber-Azubis Daniel Gorr, Jan Keßler und Alexander Hagelgans. Aber auch Chemie-Produktionsfachkraft Oliver Löffelsend landete im Taufbecken, genau wie die Industriekaufmänner Lukas Kumlehn und Konrad Sieg sowie Julia Strebost, die Business and Management Studies studiert hat.

Das Ritual der Gerbertaufe wird bei Heller Leder fröhlich erlebt. PR

Für die Auszubildenden bei Heller-Leder endet die Anstellung im Betrieb nicht mit der Taufe, sie können dort weiterarbeiten. Bei dem Lederproduzenten sei es üblich, dass die Auszubildenden auch eine Perspektive geboten bekommen, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Strebost.

Heller-Leder produziert seit 1920 in Hehlen für gehobene Ansprüche im Wohnbereich, bei Büromöbeln und für die Automobilindustrie. Seit vier Generationen ist das Unternehmen in Familienhand. Zurzeit beschäftigt Heller-Leder etwa 280 Mitarbeiter, davon 60 in der Verwaltung. Die Schwesterfirma Helcor-Leder-Tec beschäftigt 60 Mitarbeiter. Insgesamt arbeiten damit in Hehlen rund 340 Mitarbeiter für die Lederverarbeitung. Aktuell werden fünf Industriekaufleute, sechs Fachkräfte für Lederherstellung- und Gerbereitechnik und ein Maschinen- und Anlagenführer ausgebildet.PR



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