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Stadt lässt Bäume am Eimbeckhäuser Koppelweg fällen / Auftrag für Straßenausbau vergeben

Platanen müssen weichen

Eimbeckhausen. Der „Knacker“ leistet ganze Arbeit: Der Bagger mit dem eindrucksvollen Fällgreifersystem fasst wieder und wieder in die Krone des Baumes am Eimbeckhäuser Koppelweg. Christoph Heinemann, Projektleiter der Firma Deister Top, gibt die Richtung vor, Fahrer Jan Engelking betätigt die Hebel – und schon ist von der einst mächtigen Platane nur noch ein Stamm übrig. An den legt Jürgen Lobitzki die große Kettensäge an – 8 PS und ein Schwert mit 75 Zentimeter Länge lassen die Kette geschmeidig durch das Holz schneiden. Der Bagger räumt den Stamm weg, sieben weitere Platanen werden noch folgen.

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Dass ein gesamter Straßenzug von Bäumen befreit wird, kommt selten vor. Häufig sind solche Fällaktionen von Protesten begleitet – nicht so gestern in Eimbeckhausen. Die Anwohner hatten seit Jahren auf die Beseitigung der Bäume gewartet, „seit 25 Jahren“, wie ein Passant bemerkte. Auch der Ortsrat hatte sich für die Fällung ausgesprochen. Die Stadtverwaltung sah jetzt mit der Planung für den Ausbau des Koppelweges die Gelegenheit gekommen, den Wünschen zu entsprechen.

Die Sperrung der Straße für die Fällung wurde von Anliegern als Startsignal für die Arbeiten gesehen, und tatsächlich könnte schon in den nächsten Tagen mit den Ausbauarbeiten begonnen werden, sagt Gerd Stracke von der Stadtverwaltung. Der Auftrag sei vergeben, das Zeitfenster für die Fertigstellung aber bewusst nicht sehr eng gefasst worden, schließlich berge eine Auftragsvergabe für ein Straßenbauvorhaben im Januar immer das Risiko, dass die Arbeiten nicht wie geplant ablaufen können.

Für den Straßenausbau im Koppelweg hatte die Stadt mit Kosten in Höhe von 165 000 Euro gerechnet, ein großer Teil wird den Anwohnern in Rechnung gestellt. Reduziert werden konnten die Kosten für die Baumfällungen, weil in der Ausschreibung auch das Holz der Platanen mit angeboten wurde – sie wurden gleich vor Ort geschreddert.



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