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Kooperative Gesamtschule soll technisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt erhalten /Info-Tag

Planungsgruppe stellt Schwerpunkte vor

Bad Münder (jhr). Sie arbeiten gegen den Kalender – doch die Planungsgruppe für die Kooperative Gesamtschule Bad Münder (KGS) ist überzeugt, dass die Schule pünktlich zum neuen Schuljahr im August in den Räumen der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule starten kann. Für das erste Jahr der KGS wird mit sechs fünften Klassen gerechnet.

Die Gesichter der Planungsgruppe: Unter der Leitung von Edgar Sc

Unter der Leitung von Edgar Schulz, Lehrer an der Heinrich-Göbel-Realschule in Springe und Seminarleiter für Pädagogik am Studienseminar Hameln, hat die Planungsgruppe in den vergangenen Wochen bereits die wichtigsten Eckpfeiler eingeschlagen und detaillierte Konzepte für den Unterricht, den Ganztagsbereich sowie die räumliche und Sachausstattung der KGS entwickelt. Dabei konnte die mit sieben Lehrern und drei Elternvertretern besetzte Planungsgruppe erst Anfang Februar ihre Arbeit aufnehmen, weil zunächst die Genehmigung des Landes vorliegen musste.

Als positiv erweisen sich für den Aufbau der KGS die Möglichkeiten der Förderung durch das Konjunkturprogramm II: Nicht nur, dass der Landkreis seine Mittel aus diesem Bereich zu großen Teilen zum Bau der KGS verwenden will, auch die Ausstattung der neuen Schule kann profitieren. So will die Planungsgruppe bewegliche IT-Module anschaffen, die zunächst in der HWK, später dann in den KGS-eigenen Räumen den Anschluss ans Internet ermöglichen sollen. Die entsprechenden Anträge sind bereits gestellt. „Nur ein Beispiel, aber ein Beispiel dafür, dass wir in der kleinen Planungsgruppe sehr aktiv und effektiv arbeiten“, sagt Schulz. Mit ihren bisherigen Ergebnissen sind die Mitglieder sehr zufrieden.

Die mündersche Einrichtung wird als schulzweig-orientierte KGS entwickelt, in der Deutsch, Mathe und Fremdsprachen in den jeweiligen Haupt-, Realschul- und Gymnasialzweigen unterrichtet werden. „Wir werden aber auch einen hohen integrativen Anteil haben“, erläutert der Planungsgruppenleiter. Profilkurse, ein Schulorchester, enge Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule, ein offenes Ganztagsangebot werden derzeit ebenfalls entwickelt. Modelle wie das der „bewegten Schule“ sollen ebenso Anwendung finden wie das Programm „Lions Quest“ zur Gewaltprävention und Konfliktbewältigung. Angestrebt wird neben Integrationsklassen auch eine enge Zusammenarbeit mit der Förderschule.

Im Gymnasialzweig ist ein G8-Gymnasium vorgesehen, das Abitur kann nach zwölf Jahren erreicht werden. Allerdings werden die letzten Schuljahre vor dem Abitur an einer anderen Schule abgeschlossen werden müssen – derzeit wird überlegt, mit welcher Schule eine Kooperation eingegangen werden soll. Bereits im Gespräch: die KGS in Salzhemmendorf.

Die Ausrichtung der neuen Schule soll technisch-naturwissenschaftlich sein, eine Besonderheit wird der Technik-Unterricht im Gymnasialzweig.

Für die an der Planungsgruppe beteiligten Lehrer steht bereits fest, dass sie die KGS zumindest in ihrer Anfangsphase begleiten werden. Schulz wird sie zunächst kommissarisch leiten, Brigitte Hartmann, Stephanie Teumer, Guido Koop, Dr. Stefan Nuß, Klemens Buchmann und Cordula Werner werden zunächst zum Kollegium gehören. In den Osterferien werden sie sich zu einer Klausurtagung zusammenfinden, um die KGS-Planung weiter voranzutreiben.

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