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Georg-Wilhelm-Haus soll zur Kosmetikschule werden / Entscheidung fällt in den nächsten Wochen

Pläne für "Beauty Campus" nehmen Gestalt an

Bad Eilsen (tw). Das 1808 gebaute Georg-Wilhelm-Haus könnte schon bald eine Zukunft als "Beauty Campus", als Aus- und Weiterbildungsinstitution für die Kosmetikbranche, vor sich haben. Torsten (45) und Stephanie Frank (39) haben das denkmalgeschützte Objekt von der DRV Braunsc hweig-Hannover gekauft, möchten nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten im Herbst eröffnen.

Der gebürtige Peiner ist studierter Diplom-Ökonom. Seine Frau Stephanie ist gebürtige Rintelnerin und Kosmetikerin mit Schulungsqualifikation. Bereits in den nächsten Wochen soll sich endgültig entscheiden, ob sich das Unternehmen in Bad Eilsen niederlassen wird. Wie der Homepage zu entnehmen ist, ist alternativ noch ein Standort im Kreis Minden-Lübbecke im Gespräch. Der Beauty Campus will sich mit umfassenden Dienstleistungen für alle Entwicklungsphasen von Kosmetiker/innen und Kosmetikinstituten positionieren. Strategisch sieht sich das Unternehmen im Marktsegment der pflegenden und therapierenden Kosmetik. Hohe Qualität der Produkte und Dienstleistungen sollen zum Markenzeichen werden. "Unter dieser Ausrichtung", sagt das Ehepaar, "wird Bad Eilsen und das Georg-Wilhelm-Haus zum idealen Standort in Verbindung mit Kurpark, Heilbad und Rehaklinik." Mit dem Projekt entstehe für Bad Eilsen die Chance, notwendige strukturelle Veränderungen zu initiieren. Es gehe um eine Modernisierung mit dem Ziel, den Kurortcharakter unter Berücksichtigung der erhaltungswürdigen Denkmäler und der Ursprünglichkeiten eines Badeortes zu verbessern. "Unser voraussichtlicher Standort bietet Ihnen eine sehr gute Verkehrsanbindung durch die direkte Lage an der Autobahn. Ein einladendes und repräsentatives Schulungsgebäude mit Anbindung in landschaftlich reizvoller Umgebung vermittelt ein ganzheitliches Arrangement mit dem Wellness- und Schönheitscharakter der Kosmetikbranche", wirbt der Beauty Campus schon jetzt im Internet. Die Integration von Schule und Wohnen in renovierten Zimmern mit Fernseh- und Internet- Anschluss sei nicht nur "preisgünstig, bequem und praktisch", sondern vermittele auch das "Image des Besonderen". "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, vor allem die zum Kurpark zeigende Gebäudefront zu sanieren und weitestgehend in den Original-Zustand zu versetzen; dafür besteht die Aussicht auf Geld aus Fördertöpfen des Landes", berichtet Torsten Frank. Auch im Inneren des Georg-Wilhelm-Hauses gibt's viel zu tun. "Es ist bislang ein reines Bettenhaus - mit vielen (zu) kleinen Zimmern", weiß Torsten Frank. Durch Zusammenlegung zu größeren Einheiten sollen im Erdgeschoss Büroräume geschaffen werden. Am Ende werden etwa 40 Zimmer als Internats-Räume verbleiben. "Das Konzept des Beauty Campus", so das Ehepaar, "beruht auf vier Säulen: Qualifizierung, Consulting, Service und Commercial". Stichwort Qualifizierung: Angeboten werden sollen Erstausbildungen zum Kosmetiker sowie zum Visagisten. Das Weiterbildungsangebot des Beauty Campus soll speziell auf die Bedürfnisse von Kosmetikpraxen ausgerichtet werden. Aufgrund der fachlichen Nähe und der überwiegend identischen Anforderungen an die Praxis zielen die Maßnahmen auch auf die Berufsgruppen der Fußpfleger und Friseure ab. Ergänzt werden soll das Angebot durch BWL- und EDV-Seminare. Alle Maßnahmen können mit einer Zertifizierung abgeschlossen werden. Die Franks : " Trotz des hohen Qualitätsanspruchs und der Anforderungen an die Teilnehmer bilden wir sie in vergleichsweise kurzer Zeit aus, da wir uns ausschließlich auf die Fachthemen sowie Fragestellungen der Praxisführung beschränken. Sie sind damit im Vergleich zu staatlich unterstützten Schulen in der Lage, erheblich schneller in ihren Beruf einzusteigen oder ihren Praxisbetrieb aufzunehmen." Mit dem Geschäftsfeld Consulting wollen Stephanie und Torsten Frank Kunden in allen Fragen einer Kosmetikpraxis beraten. Insbesondere dann, wenn Kunden eine Praxis einrichten, verändern oder Probleme lösen wollen. Das Angebot lautet konkret: Erstellung des Praxiskonzeptes und Erarbeitung aller zur Gründung nötigen Dokumente und Infos. Einrichtung und Ausstattung der Praxis, Lieferanten- und Produktauswahl, Festlegung eines Leistungskatalog für die Praxis und dessen Erfolgsmessung, Praxisorganisation, -führung und -steuerung, Einkauf und Verkauf, Marketing, Versicherungen, Finanzierung, Vorsorge und EDV-Einsatz. Mit dem Geschäftsfeld Service will der Beauty Campus Kunden alle Tätigkeiten des Praxisbetriebes abnehmen, die nichts mit dem direkten Kundengeschäft zu tun haben. Das Angebot konkret: Buch- und Kassenführung, Einkauf, Material-Verbrauchs- und -Bestandsmanagement, Kosten-, Leistungs- und Deckungsbeitragsrechnung, Kunden-, Lieferanten-, Produkt-, Behandlungs- und Preismanagement, Marketing, Personalwesen, Versicherungs-, Finanz- und Vorsorgewesen, sowie Betriebsführung und -steuerung. Last, but not least wollen Stephanie und Torsten Frank im Georg-Wilhelm-Haus kosmetische Behandlungen anbieten. Die dabei verwendeten Produkte sollen nicht nur für Schüler und Modelle, sondern für Jedermann erhältlich sein.




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