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Katrin Engelking illustriert Lindgrens Welterfolg / "Auftrag war wie der Olymp"

Pippilotta Viktualia Rollgardina Efraimstochter bekommt Farbe

Bückeburg (bus). Über Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf, kurz Pippi, Nachnahme Langstrumpf, muss eigentlich nicht viel erzählt werden. Das kecke Mädchen mit den roten Zöpfen kennt beinahe jedes Kind. Jetzt gibt es aber doch etwas Neues: Das erfolgreichste Kinderbuch von Astrid Lindgren ist in einer Neuauflage erstmals mit farbigen Bildern erschienen. Die Farbe brachte Katrin Engelking ins Spiel. "Der Auftrag war für mich wie der Olymp", gab die Bückeburgerin den Besuchern eines von der Hofbuchhandlung Frommhold in Zusammenarbeit mit der Volksbank in Schaumburg organisierten Gastspiels in ihrer Heimatstadt zu verstehen.

Mit Pippi Langstrumpf auf Du und Du: Die Bückeburger Illustrator

Engelking gewährte den jungen und alten "Pippi"-Fans nicht nur Einblicke in Details der weltbekannten Lindgren-Figur ("Langstrumpf" wurde in mehr als 50 Sprachen übersetzt; die Gesamtauflage erreicht wohl 20 Millionen Exemplare) sondern erläuterte vielgestalt und sprachwitzig - "popoglattes Aquarellpapier" -auch ihre inhaltliche und technische Herangehensweise an die Auftragstellung. Für unsere älteren Leser: Die im Größenverhältnis eins zu eins gefertigten Illustrationen entstehen zunächst als Skizzen, werden sodann auf Pauspapier übertragen und hernach per Acrylfarbe koloriert. Unsere jüngeren Langstrümpfe beruhigte die Absolventin der Hamburger Fachhochschule für Gestaltung: "Ich konnte, kann und werde Pippi nicht neu erfinden." Wofür die 37-Jährige gleich zu Beginn ihres "Werkstattberichts" mit einem vor Ort angefertigten Porträt des schwedischen Zopfmädels einen praktischen Beweis ablegte. Und während der abschließenden Signierstunde - was in diesem Fall wörtlich zu verstehen ist - stellte die jetzt in Düsseldorf lebende verheiratete Mutter ihrer Könnerschaft in jedem zur Signatur vorgelegtem Buch mit einer kleinen Figurzeichnung unter Beweis. "Ich bleibe solange hier, bis jeder das hat, was er will", hatte die mit Adolfinum-Abitur ausgestattete Künstlerin zu Beginn des Nachmittags versprochen. Darüber hinaus erfuhr das aufmerksame Publikum, dass "Pippi" mitunter auch "Papa" benötigt. Soll heißen: Vater Ernst Engelking, im vormaligen Berufsleben als Volksbankchef eher dem Pekuniären als dem Pinseligen zugetan, war in der Skizze zu den auf einem Pferd reitenden, jeweils zwei Kinder tragenden Matrosen der Mangel eines Seemannes aufgefallen. Statt derer vier zeigte die Vorlage lediglich ein Trio. "Da habe ich hinten halt noch einen drangeklebt", verriet die Tochter der amüsierten Zuhörerschaft.



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