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Guinness-Aktion lockt Gören mit Zöpfen aus ganz Deutschland an

Pippi-Langstrumpf-Fieber : 1138 Rotschöpfe in Hameln - Rekord!

Hameln (kar). Das weltgrößte Pippi-Langstrumpf-Treffen lockte am Sonnabend sommersprossige Gören mit karottenroten Zöpfen aus ganz Deutschland in die Rattenfängerstadt. Aus Niedersachsen, Hessen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, ja, sogar aus Bayern reisten Pippis an. Bei strahlendem Sonnenschein tummelten sich Tausende auf dem Pferdemarkt, schauten, staunten oder waren kostümiert hautnah dabei.

Mit 1138 Langstrümpfen wurde der Guinness-Rekord von Osnabrück locker getoppt. Das sah zwischenzeitlich gar nicht so aus. Zwar hatten sich schon lange vor 11 Uhr Schlangen vor der Registration im Hochzeitshaus und vor dem Zelt gebildet, wo ein Friseur-Team Kinder und Erwachsene auf Pippi zurechtmachte. Aber am frühen Nachmittag war plötzlich die Luft raus. Noch 300 Pippis fehlten. Würde es Hameln schaffen? Bangen bei Museums chefin Dr. Gesa Snell, Initiatorin der Aktion, und Schirmherrin Susanne Lippmann. Kurzentschlossen ging die Oberbürgermeisterin unter die Leute, warb um Pippi-Kandidaten. Helfer eilten durch die Fußgängerzone, stülpten Passanten Perücken über den Kopf, malten ihnen Sommersprossen auf und führten sie zum Registrierstand. Strümpfe und Kittelschürzen konnte sich jeder leihen. Und da war er - der neue Schub. Wieder bildeten sich Schlangen vor dem Hochzeitshaus. Und da waren sie endlich - die Männer, die sich trauten, die, von Kind, Enkel oder Gattin ermuntert, durchgeschleust wurden. War's schlimm? "Nö", meint Horst Brühl aus Stadtoldendorf, der mit Bart und roter Perücke eher wie Hägar denn wie Pippi ausschaute. Enkelin Elea (6) amüsierte sich: "So hab' ich Opa noch nie gesehen"! Rotschöpfe an allen Ecken und Enden. Kleine, große, junge, ältere. Der Kleinste: Fynn-Noah (5 Monate) aus Bisperode, die Älteste: 87 Jahre. Und was wäre Pippi ohne ihr Pferd "Kleiner Onkel"? Von dem gab's viele. Die meisten aus Plüsch. Doch einer war da, ein waschechter Schecken aus Sarstedt, der zur Freude vieler Langstrümpfe, auf dem Pferdemarkt seine Runden drehte. Immer eine neue Pippi auf dem Rücken. So wie Elisabeth (5) aus Lüdge. Die hielt zwar Affe und Pferd im Arm, auf einem lebendigen "Kleinen Onkel" aber saß sie an diesem Tag zum ersten Mal. Und wie war's? "Ganz warm!" Am Registrierstand im Hochzeitshaus schwitzen unterdessen die Helfer um die Wette, füllen Zettel aus, ma-chen Fotos, stellen unermüdlich Urkunden aus, während draußen, im strahlenden Sonnenschein, ein kunterbuntes Pippi-Programm über die Bühne geht - mit Tänzen, Akrobatik, Musik und Liedern, mit Malaktion, Torschießen und Stadtrallye. Schmackhafte "Pippi-Zöpfe" oder "Villa Kunterbunt"-Wecken gab's von der Bäckerinnung für den Hunger zwischendurch. Und dann, endlich, das amtliche Ergebnis: "Hameln hat's geschafft!" verkündete Susanne Lippmann von der Hochzeitshausterrasse herunter. Jubel bricht aus. Hunderte Pippis winken. Jetzt geht das amtliche Ergebnis nach London - und dann ins Guinness-Buch der Rekorde.

5 Bilder
Horst Brühl mit Enkelin Elea (6).



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