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Betreiber, Investor und Entwickler sind sich einig / Vorstellung der Planungen für Ende April vorgesehen

Pflegeheimkonzept lässt weiter auf sich warten

Bad Münder (st). Der potenzielle Betreiber eines Pflegeheims an der Friedrich-Ebert-Allee, die Firma Kollmeier, will Ende April nun endlich das überarbeitete „Grobkonzept“ der umstrittenen Einrichtung vorstellen. Mit dem Investor Gerhard Eckermann und dem Projektentwickler Klaus Plumenbaum sei man sich inzwischen soweit einig, dass einer Vertragsunterzeichnung nichts mehr im Weg stünde, sagte Kollmeier-Vertreter Hermann-Josef Nelles jetzt auf NDZ-Nachfrage.


Nachdem das Konzept bereits für Ende des vergangenen Jahres und später für Ende Februar angekündigt worden war, verschiebt sich der Termin nun noch einmal um rund zwei Monate. Man hätte noch Überzeugungsarbeit für das Konzept beim Investor leisten müssen, so Nelles. „Wir sind ein sehr eigener Betreiber. Wenn wir etwas machen, dann gescheit.“ Es sei schwierig, so der Einrichtungsleiter eines Heimes aus Neustadt am Rügenberge, einen Investor von einer langfristigen Strategie zu überzeugen, die auf Qualität setze.

Nach der Vorstellung des Konzeptes soll ein Architekt Anfang Mai einen Erstentwurf erstellen, der dann durch die städtischen Gremien geht. Im November vergangenen Jahres hatte der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt bereits einem vorläufigen Konzept zugestimmt. Hierbei handelte es sich aber lediglich um einen Zielsetzungsbeschluss, sagt Karl-Heinz Knigge vom Bauamt. Danach habe es wohl in den Verhandlungen mit dem Investor noch Modifizierungen gegeben. „Nach dem VA hat Nelles das Konzept in einigen Teilen wieder angezweifelt. Jetzt wird sicherlich die Planung optimiert und auf das Grundstück zugeschnitten“, so Knigge.

Die Meinungen der Ratsfraktionen gehen beim Thema Pflegeheim am Kurpark weiterhin auseinander. SPD-Fraktionschef Rolf Wittich bleibt ein Befürworter des Projektes. Obwohl er nach der Konzeptmodifizierung sagt: „Wir haben noch nicht zugestimmt.“ Die Verzögerung sieht er gelassen: „Damit muss man leben.“ Auch Harald Einecke (CDU) nimmt „gewisse Verzögerungen“ in Kauf, wenn am Ende das Konzept gut ist. Zunächst müsse man abwarten. Ohne das Konzept gesehen zu haben, sagt Helmut Fasse von proBürger bereits: „Die gesamte Überlegung ist nicht verfolgenswert.“ Der Standort sei für seine Fraktion indiskutabel. Der Standort stört auch Gerhard Fiedler von den Grünen. Zudem gebe es keinen Bedarf.

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