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Pläne für den Behringweg: Bauausschuss stimmt zu, VA setzt Thema ab

Pflegeheim: Erst Bedarf klären

Rinteln (wm/crs). Soll am Behringweg ein Alten- und Pflegeheim mit 72 Betten entstehen? Der Verwaltungsausschuss (VA) hat die Entscheidung hierüber in seiner Sitzung am Donnerstagabend verschoben. Zunächst soll in Gesprächen der Stadt mit dem Landkreis geklärt werden, ob entsprechender Bedarf in Rinteln besteht. Im Raum stehen auch noch die Pläne des DRK, auf dem Gelände der früheren Baufirma Distelmeier an der Ecke Kapellenwall/Ostertor ein Altersheim mit ebenfalls 72 Plätzen zu bauen.

Bereits am Mittwoch hatte sich der Bauausschuss mit dem Thema befasst - in einer langen, kontroversen Diskussion. Klaus Wißmann mit der SPD-Fraktion gegen Gert Armin Neuhäuser (WGS) und Nina Weißer (Grüne), Barbara Leibelt-Menzel (CDU) unschlüssig, Udo Schobeß (CDU) uneingeschränkt dafür - so die Diskussionslage. Die Mehrheit entschied am Ende dafür, wie es die Verwaltung den Parlamentariern auch in die Vorlage geschrieben hatte. Während Neuhäuser den Standort als ungeeignet für ein Altenheim kategorisch ablehnte ("hängig und am Ende der Stadt"), machten Wißmann und Schobeß einen grundsätzlichen Bedarf für Alten- und Pflegeplätze aus, Grund genug, dem Bauvorhaben zuzustimmen. Anders sei die Brache wohl kaum zu verwerten, dies sei immerhin der dritte Anlauf. Hielt Neuhäuser entgegen: Die Frage nach der Behebung eines "städtebaulichen Missstandes" ersetze nicht die Analyse, ob dieser Standort für ein Altenheim geeignet sei. Gleich mehrere Diskussionsredner störten sich zudem an den "menschenverachtenden" Formulierungen des Investors in der Baubeschreibung: Aufgrund des meist hohen Eintrittsalters der Menschen, die sich in ein Altenheim begeben, sei die Mobilität meist derart eingeschränkt, dass ein selbstständiges Verlassen der Pflegeeinrichtung "äußert zurückgefahren ist". Wichtiger seien die Unterbringungskosten.

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