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Zusammenschluss: Katholische Gemeinde wird künftig seelsorgerisch von Bückeburg aus betreut

Pfarrer Mauerhof verlässt Obernkirchen

Obernkirchen (sig). Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dieses Sprichwort gilt jetzt nicht mehr für die rund 3000 katholischen Gläubigen, die in der Bergstadt, im Auetal und im Bereich der Samtgemeinde Nienstädt leben. Ihr geistlicher Oberhirte, Pfarrer Norbert Mauerhof, wird sie noch vor Herbstbeginn verlassen. Ein leeres Pfarrhaus neben der Kirche St. Josef, die kurze Zeit vorher noch das100-jährige Bestehen erlebt - das ist kein beruhigendes Zeichen für die Zukunft.

Wohl zum letzten Male nahm Norbert Mauerhof an einemökumenischen Gottesdienst in der Stadt teil, in der er ein Jahrzehnt lang erfolgreich als Seelsorger gewirkt hat. Am Pfingstmontag verkündete er vor über 200 Teilnehmern auf dem Kirchplatz, dass es zum Zusammenschluss der von ihm bisher betreuten Kirchengemeinden aus Obernkirchen und dem Auetal mit Bückeburg kommen wird. Die katholischen Gläubigen aus Nienstädt werden künftig seelsorgerisch der Kreisstadt angegliedert. Ein Jahr lang wird zunächst Pfarrer Matthias Ziemens von Bückeburg aus versuchen, sich so weit wie möglich um diesen großen Bereich zu kümmern. Dann soll auch er versetzt werden. Wer dann die Nachfolge antritt, ist allerdings noch nicht bekannt. Aus den bisherigen Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten wird in beiden Fällen ein neues Gremium gebildet. Wie dann die Aufgaben in der Jugend- und Erwachsenenarbeit bewältigt werden sollen, bleibt zunächst offen. Die Ökumenische Bücherei in der Roten Schule soll es weitergeben. Das gilt auch für die aktive Kolpingfamilie. Norbert Mauerhof erklärte dazu vor der Stiftskirche: "Es wird irgendwie weitergehen, auch mit Ökumene in Obernkirchen. Schließlich haben wir hier in dieser Stadt 1450 katholische Christen, die dafür sorgen können." Alles andere als begeistert von dieser Nachricht war auch Pastor Herbert Schwiegk. "Ich bedauere diese Entwicklung sehr, schließlich hatten wir in Obernkirchen eine ökumenische Zusammenarbeit, die weithin ihresgleichen sucht." In welche Gemeinde Norbert Mauerhof versetzt wird, hat der Geistliche noch nicht verraten. Nur das eine: Es wird in Richtung Hannover gehen.




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