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Petri-Pauli-Gemeinde: Viel Aufbruch und engagierte Arbeit

BAD MÜNDER. Der Mitgliederschwund ist stetig. Für Superintendent Philipp Meyer allerdings undramatisch. „Weder höher noch niedriger als im Durchschnitt der Landeskirche“, stellt Meyer fest. Meyer war Gast beim Neujahrsempfang der Petri-Pauli-Gemeinde.

Superintendent Philipp Meyer (3.v.l.) führt Wolfgang Warnecke (2.v.l.) in Bad Münder ein. Er bildet das neue pastorale Team gemeinsam mit Dietmar Adler und Barbara Daentzer. Foto: Huppert

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Christoph Huppert Reporter

Zu dem waren neben vielen Vertretern der beiden Kirchen am Ort auch zahlreiche Mandatsträger aus dem politischen Leben erschienen.

„In der Kirche gibt es viel Aufbruch und engagierte Arbeit“, würdigte Bürgermeister Hartmut Büttner die Petri-Pauli-Aktivitäten des vergangenen Jahres und stellte die „große Verbundenheit zwischen weltlicher und Kirchengemeinde“ heraus.

Meyers Bilanz dagegen beinhaltete Licht und Schatten. „Finanziell sind wir dank einer zurückhaltenden Finanzpolitik zwar in einer ganz soliden Situation, mit dem Personal aber sind wir in einer zunehmend schwierigeren Lage. Wir kriegen nicht mehr mühelos Pfarrstellen neu besetzt.“ Meyer hat auch eine Erklärung für den Nachwuchsmangel: „Wir haben in den vergangenen Jahren zu wenig ausgebildet, das wird jetzt spürbar.“ Zunehmend werde man daher auch auf nicht theologisch ausgebildete Seiteneinsteiger zurückgreifen müssen, um die kirchlichen Aufgaben und Dienstleistungen sicherstellen zu können.

Maria Ballmaier überbringt Grüße der St. Johannes-Baptist-Gemeinde. Foto: Huppert

Während bei der Hauptkirche des Kirchenkreises, dem Hamelner Münster, die seit einiger Zeit vakante Stelle mangels Bewerberinteresses nicht besetzt werden kann, ist die Pastorenstelle von Dietmar Adler in Bad Münder jetzt zum Jahreswechsel geteilt worden.

Auf Wunsch des Landesbischofs geht Adler mit einer halben Stelle als Koordinator der Juryarbeit kirchlicher Gremien bei internationalen Filmfestivals zum kirchlichen Filmdienst „Interfilm“. „Eine große Herausforderung“, so der mündersche Filmexperte, die er „mit Zittern und Zagen“ annehme. Von „Stockholm bis Venedig, Kiew bis Winnipeg“ werde sein Aktionsfeld in Sachen Film ab sofort reichen. „Mein anderes Standbein aber bleibt bei der Gemeindearbeit in Bad Münder“, versicherte Adler. Aufgeben wird er zur Bewältigung seiner Aufgaben aber seine Funktionen im Kirchenkreisvorstand und die Position als Stellvertreter des Superintendenten.

Neu ins dreiköpfige mündersche Pastorenteam, kommt der aus Bückeburg stammende, 60-jährige Wolfgang Warnecke aus Bad Nenndorf. Der Seelsorger, Vater zweier erwachsener Töchter aus zwei Ehen, ist erfahrener Sozialarbeiter, Schachspieler und war in den 1980er Jahren als Krankenhausseelsorger tätig. Auch in sozialen Brennpunkten wie im Garbsener Stadtteil Auf der Horst und als Schulpastor hat Warnecke Erfahrungen gesammelt. „Damals der Jüngste, jetzt der Älteste im Team“, so der neue Pastor bei seiner Vorstellung. Zuständig wird er über das verbundene Pfarramt auch für die Gemeinde in Nettelrede sein.

Warnecke hofft auf „ein gutes mentales Gegenüber“. „Getragen zu werden ist notwendig“, stellte der neue Petri-Pauli-Seelsorger mit spürbarer Vorfreude auf seine neue, insgesamt zwölfte und voraussichtlich letzte Stelle vor der Pensionierung fest.



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