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Petra Joumaah freut sich über das Engagement der Münderaner

BAD MÜNDER. „Das größte Kapital, das, was Bad Münder wirklich ausmacht, sind die Menschen.“ Petra Joumaah sitzt in einem münderschen Café, lässt den Blick schweifen. Und weiß schnell zu den meisten anderen Gästen eine Funktion, eine Aufgabe, ein Ehrenamt zu benennen.

Mehr als halb voll gießt Petra Joumaah das Glas – mit vielen Entwicklungen ist sie zufrieden, aber es gebe noch Luft nach oben. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

„Es sind viele dabei, die sich nicht nur in einem Bereich engagieren“, sagt sie. Eigentlich, überlegt sie laut, müsste sie als Ortsbürgermeisterin viel mehr Einwohner zum Neujahrsempfang des Ortrates einladen, aber das Platzangebot sei nun einmal begrenzt. Geehrt werden mit der Einladung zum Empfang die, die sich für die Stadt in besonderer Weise einsetzen – nach Möglichkeit sollen jedes Jahr auch neue Engagierte geladen werden. Am 26. Januar findet der nächste Empfang statt.

Bis dahin wird die Ortsbürgermeisterin noch an ihrer Rede feilen. Die Themen, die sie ansprechen wird, sind vielfach die der Vorjahre – in einigen Bereichen gibt es aber tatsächlich auch Neues zu berichten. Der geplante Verkauf des Kurhotels ist so ein Punkt. Viele Jahre auf der Wunschliste von Stadt- und Ortsrat, scheint sich für den „Schandfleck“ am Kurpark nun eine Lösung abzuzeichnen. Der Rat hat dem Verkauf des maroden Hotelgebäudes bereits zugestimmt, ein Abriss wird erwartet. Ein Pflegeheim soll entstehen. Joumaah hofft auf weitere positive Entwicklungen in Kurparknähe und hat dabei auch das Solebewegungsbad im Auge. Im vergangenen Jahr sei mit großer Beteiligung in Arbeitsgruppen das Thema angegangen worden. „Ich hoffe schon sehr, dass es jetzt weitergeht.“

Positiv ist ihr noch immer der Frühjahrsputz in Erinnerung, der erneut mit großer Flüchtlingsbeteiligung stattgefunden hat. Gemeinsam mit ihren Rats- und Ortsratskollegen hat Joumaah in der Adventszeit mehr als 300 Senioren in Bad Münder besucht, für sie eine wichtige, aber auch zeitintensive Aktion des Ortsrates. Ein Thema, dass dabei immer wieder auf den Tisch kommt, ist die Sauberkeit in der Stadt. Auch der KVV hatte sich an den Ortsrat gewandt, um auf die Dauerproblematik hinzuweisen. Eine alle Seiten komplett zufriedenstellende Lösung wird es nicht geben, ist sich Joumaah nach den Gesprächen sicher, aber sie will sich weiter dafür einsetzen, dass alle Seiten an einer Verbesserung des Erscheinungsbildes der Stadt arbeiten.

Als Erfolgsveranstaltung ordnet sie das internationale Spielefest ein, das in diesem Jahr zum 25. Mal gefeiert wird. „Wir machen schon lange das, was Niedersachsen erst vor drei Jahren entdeckt hat“, schmunzelt die Ortsbürgermeisterin. Als Landtagsabgeordnete kennt sie auch viele andere Bereiche des Landes, das Spielefest aber liegt ihr besonders am Herzen. „Zunehmend beteiligen sich auch immer mehr Flüchtlinge“, sagt sie. Während sie die Entwicklung in vielen Teilen der Welt mit anhaltender Sorge betrachtet und gespannt die politische Entwicklung beobachtet, hofft sie für Bad Münderer, dass extreme Positionen auch künftig in der Stadt nicht Fuß fassen werden.

Ganz privat will sie in diesem Jahr mehr Zeit mit ihrem Mann verbringen, gerne mit ihm einen gemeinsamen Urlaub unternehmen. „Im vergangenen Jahr war dafür keine Zeit.“

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