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Alarm- und Ausrückeordnung der Feuerwehren werden angepasst / Mitgliederwerbung macht viel Arbeit

Personell deutlich über dem Soll

Samtgemeinde Lindhorst (svb). Die Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Lindhorst liegen mit 167 aktiven Mitgliedern laut Verordnung der kommunalen Feuerwehren 41 Mitglieder über dem Mindestsoll. „Somit ist das derzeitige Personalpolster gut und ausreichend. Sicherlich würde ich mich trotzdem über einen noch größeren personellen Überhang freuen“, sagte der Gemeindebrandmeister, Ralf Stöber.

Bei keiner Ortswehr gebe es zurzeit akuten Personalmangel. Zwischen den einzelnen Ortsfeuerwehren und den anfallenden Aufgaben und Einsätzen herrsche Ausgewogenheit, erklärte Stöber. „Die Wehren, die mit Atemschutz ausgestattet sind, liegen alle deutlich über dem Soll.“

Trotz dieser positiven Bilanz lässt der Feuerwehrchef nicht die rückläufigen Mitgliederzahlen außer Acht. „Sicherlich ist bei den kleineren Ortswehren in der Samtgemeinde der demografische Wandel schon aufgrund der geringeren Einwohnerzahl früher feststellbar als in größeren Orten“, meint er.

„Mein persönlicher Blick in die Zukunft der Feuerwehr der Samtgemeinde Lindhorst zeigt sicherlich, dass es eine Zukunft mit viel Arbeit – unter anderem in der Nachwuchsgewinnung – sein wird. In der heutigen Zeit kann der Fortbestand der Feuerwehren ausschließlich über eine gute und konsequente Jugendarbeit gehen. Diese muss in der Samtgemeinde weiterhin gefördert und fortgesetzt werden“, führte Stöber aus.

Die Auflösung von Ortswehren sei für Stöber derzeit kein Thema, versichert er. „Für mich ist jede Feuerwehr wichtig“, so seine Meinung. Ob es in der Zukunft Fusionen geben werde, könne er jedoch nicht vorhersagen. Wenn ja, dann müssten diese absolut freiwillig sein – wie in Nachbarkommunen bereits geschehen. „Ansonsten verliere ich die Mehrheit der Mitglieder der ‚aufgelösten‘ Ortswehr“, ist sich Stöber sicher.

„Ich hoffe, dass die vom Innenminister groß angelegte Werbekampagne zukünftig auch einen positiven Einfluss auf die Mitgliederzahlen haben wird“, sagte Stöber. Bei vielen auswärts arbeitenden aktiven Mitgliedern ist die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehren ein wichtiges Thema für den Gemeindebrandmeister.

Der geringeren Tagesverfügbarkeit würden das Gemeindekommando und die Feuerwehren durch die Anpassung der Alarm- und Ausrückeordnung Rechnung tragen. Das bedeute, dass in den Orten, wo tagsüber viele Aktive nicht vor Ort sind, mehrere Ortswehren – auch aus benachbarten Kommunen – entsprechend dem Einsatzanlass zur Bewältigung der Aufgaben alarmiert werden, verdeutlichte Stöber.

Auch kleine Feuerwehren wie in Lüdersfeld sind dem Gemeindebrandmeister Ralf Stöber wichtig.

Foto: svb




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