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Rückraumspieler fällt bis Oktober aus / SG Hohnhorst-Haste greift die Oberligaspitze an

Pechvogel Martin Engel erneut schwer verletzt

Handball (hga). Die SG Hohnhorst-Haste bereitet sich seit Ende Juli auf die Saison 2008/09 in der Oberliga vor. Dabei hat sich die Erwartungshaltung von Verein, Mannschaft und Fans grundlegend geändert - Platz eins bis drei darf es schon sein.

In der vergangenen Saison hatte niemand die SG als ernsthafte Spitzenmannschaft auf dem Zettel, am Ende stand ein hervorragender und nicht erwarteter fünfter Platz zu Buche. Und es hätte durchaus mehr sein können, mehrmals führte die SG in einem ungeheuer spannenden Rennen um die Niedersachsenmeisterschaft die Tabelle an. Der große Knick kam mit einer langwierigen Verletzung von Martin Engel. Neun Spiele vor Saisonende fiel Engel und damit der Kopf der Mannschaft aus. Der Wert von Engel wurde schnell deutlich, zu oft lieferten die verbliebenen Leistungsträger nicht die erforderliche Leistung ab, während A-Jugendliche wie Niklas Schwake und Lukas Blomberg in das Feuer der Oberliga geworfen wurden und diese Probe durchaus bestanden. Für einige Spiele fiel fast zeitgleich mit Tim Kirchmann und Christian Höflich die Abwehrmitte aus, alle bis dahin aufgeflackerten Titelträume zerplatzen. Für die kommende Saison hat die SG massiv aufgerüstet. Mit Simon Witte (GWD Minden) und Paul Schirmer (TSV Barsinghausen) verpflichtete die SG zwei Spitzenkräfte, die neben allem handballerischem Können auch eine große Portion unbedingtem Siegeswillen und Leistungsbereitschaft mitbringen. Gerade diese Eigenschaften wurden das ein oder andere Mal in der vergangenen Saison vermisst. Mit Bastian Bruns (TSV Barsinghausen) steht SG-Coach Marc Siegesmund jetzt ein Führungsspieler zur Verfügung, der mit seiner Erfahrung für Stabilität sorgen soll. Michael Peters (VfL Bad Nenndorf) und Nico Blanke (TSV Barsinghausen) sowie Torhüter Marc Daseking (TSV Barsinghausen) erweitern die taktischen Möglichkeiten von Siegesmund noch einmal deutlich. Letztendlich bietet die SG, auch und gerade durch die Neuverpflichtungen, eine Mannschaft auf, die bis auf drei Spieler aus der Samtgemeinde Bad Nenndorf stammen. "Wir wollen den Zuschauern eine gute Möglichkeit zur Identifikation mit der Mannschaft bieten", erklärt der für das Sponsoring zuständige Uli Robock. Die Tatsache, dass die Neuzugänge - bis auf Bruns - noch sehr jung sind, dürfte die Identifikation noch verstärken. Diese Tatsachen unterscheiden die SG von Ligakonkurrenten wie den HF Springe, die mit viel Geld und Ex-Bundesligaprofis vom Abstiegs- zum Aufstiegskandidaten mutierten. Für Unmut bei Verein und vor allem Coach Siegesmund sorgte Engel, der nach erfolgreicher Operation schon wieder auf dem Weg in die Mannschaft war, sich exakt die gleiche Verletzung noch einmal zuzog - diesmal in der Freizeit. Vor Oktober wird nicht mit der Rückkehr in den Kader gerechnet, eine bittere Tatsache, gerade in der Vorbereitung wäre Engels Anwesenheit wichtig. "Unsere Zielsetzung sehe ich ein bisschen in Gefahr, da Martin unsere Nummer eins in der Rückraummitte ist", konstatiert Siegesmund. Nichtsdestotrotz arbeitet Siegesmund mit der Mannschaft an den Grundlagen für die neue Saison, die jetzt hohen Erwartungen immer im Hinterkopf. Entscheidend wird dabei sein, wie schnell es dem Übungsleiter gelingt, eine Einheit zu formen, um an der Tabellenspitze ein gewichtiges Wort mitzureden.




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