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Er ist häufig im Gebiet oberhalb Haddessens unterwegs und zudem Mitbegründer der Süntelwanderfreunde

Pate Robert Wollnik: Das Wandern ist ihm eine Lust

Haddessen (ah). Zünftig gekleidet und häufig ist Robert Wollnik im Wald oberhalb von Haddessen anzutreffen. Der begeisterte Wanderer und Jäger wurde vom Vorsitzenden der Süntelwald-Genossenschaft als Wanderwegpate vorgeschlagen und nahm das Amt an.

Nach dem Krieg war er als Ostvertriebener nach Haddessen gekommen. Wollnik erinnert sich, wie er im Wald Holz für den Ofen sammelte und Himbeeren, Bucheckern, Blaubeeren und Pilze, die in der Familie gegessen oder an den örtlichen Kaufmann verkauft wurden. Ein Jäger nahm den Schüler oft mit auf die Jagd. „So habe ich hier sehr bald jeden Weg und Steg kennengelernt“, erklärt er. Wollnik ist Mitbegründer der Süntelwanderfreunde, die sich seit den 90er Jahren jeden Dienstag zum Wandern treffen. Zum Süntelturm, wo sie zum Abschluss meist einkehren, gelangen sie auf unterschiedlichen Wegen. Dazu gehört auch Wollniks Strecke, für die er als Wanderwegpate verantwortlich ist: der vier Kilometer lange Abschnitt der Wanderroute 12 vom Fuße des Falltals bis zum Süntelturm. „Auf meiner Heimatstrecke bin ich gerne unterwegs und schaue, ob überstehende Zweige geschnitten oder Wanderwegmarkierungen neu geklebt werden müssen“, sagt der Wegpate. Abgerissene Schilder bringt er sicherheitshalber höher als zuvor an. Für Teilstrecken der Routen 7, 8 und 9, die die etwa acht Kilometer lange Runde von der Pappmühle zur Baxmannbaude über den Hohenstein zurück zur Pappmühle bilden, ist Robert Wollnik ebenfalls Pate. Auch sonntags zieht es ihn zum Wandern in den Wald. „Erfreue dich an kleinen Dingen, an Wiesenblumen, Schmetterlingen, am Sonnenschein, der dich beschwingt, am Lied, das dir die Lerche singt (…) und sieh an jeder Jahreszeit das Schöne, das dein Herz erfreut“, zitiert er aus einem Gedicht von Elisabeth Blaß, das ihm aus dem Herzen spricht.

Auf seiner Heimatstrecke ist Wollnik gern unterwegs und schaut, ob überstehende Zweige geschnitten oder Wanderwegmarkierungen neu geklebt werden müssen. Foto: ah




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