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Gelände der „Honigwiese“ schon bald als Parkfläche nutzbar / 179 Einstellplätze für Pendler

Park-Situation am Bahnhof wird entschäft

Bad Münder (jhr). Der Plan steht: Sobald es die Witterung zulässt, wird die Stadtverwaltung die Arbeiten zur Erweiterung der Parkmöglichkeiten am Deisterbahnhof abschließen. Dann soll die Zahl der Parkplätze um 68 auf 179 ansteigen – und die Situation für Pendler entspannt werden.

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Rund 170 000 Euro kostet die Erweiterung der Parkflächen samt Grundstücksankäufen. Notwendig wurde sie, weil mit dem Anschluss Bad Münders an den Tarif des Großraumverkehrs Hannover immer mehr Berufspendler ihr Fahrzeug stehen ließen und dank vergünstigter Monatskarten auf die Bahn umstiegen.

Nachdem zunächst eine Fläche in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs vom Büromöbelhersteller Haworth angemietet und zur Parkfläche umgebaut wurde, kaufte die Stadt im vergangenen Jahr das als „Honigwiese“ bekannte Areal – samt der Fläche, auf der bislang zwei alte Lagerhallen standen, rund 7000 Quadratmeter. Eine Halle wurde abgerissen, der Betonboden jedoch belassen. „Wir werden dort eine Asphaltschicht und Markierungen aufbringen, doch dafür brauchen wir konstante Temperaturen“, erklärt der stellvertretende Bauamtsleiter Carsten Reiss.

Nach dem Abriss der Halle ist das Gelände abgesperrt – allerdings nicht, weil es Probleme mit den Altlasten unter der Betondecke gibt. Vor dem Kauf hatte die Stadt auf Probebohrungen bestanden, die Untersuchungen ergaben, dass der Boden belastet ist. So wurden beispielsweise Rückstände von Teerpappen entdeckt. Der Fachdienst Bodenschutz des Landkreises hatte jedoch keine Bedenken gegen eine Nutzung als Parkplatz, die Stadt verzichtet auf Eingriffe in den Untergrund. „Vorsorglich“, sagt Reiss.

Vorgesehen ist, den Platz gestalterisch aufzuwerten. Dazu sollen entweder Pflanzkübel aufgestellt oder Sträucher eingebracht werden.

Erhalten bleibt zunächst die zweite alte Lagerhalle auf dem Grundstück. Hätte die Verwaltung auch diese Fläche gleich zu Parkplätzen umbauen lassen, hätte es Probleme mit der Förderung gegeben. „Eine Überförderung wäre nicht zulässig“, erklärt der stellvertretende Bauamtsleiter – nur die Schaffung einer bestimmten Parkplatzzahl werde von der Landesnahverkehrsgesellschaft finanziell unterstützt. Nicht ausgeschlossen ist jedoch, dass die Fläche bei entsprechend steigendem Bedarf zukünftig noch in Parkraum umgewandelt wird. „Wir haben da eine gute Erweiterungsmöglichkeit“, erklärt Reiss.

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