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Parkplatz-Entwicklung sorgt Händler

Bad Münder. Bislang ein ganz großes Plus für die münderschen Einzelhändler und ihre Kunden: Wer mit dem Auto in die Innenstadt fährt, kann relativ sicher sein, auch einen kostenfreien Parkplatz in nicht zu großer Entfernung von Geschäften und Einrichtungen zu finden. Doch dieser Service der Stadt könnte schon bald der Vergangenheit angehören.

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Rund 70 Parkplätze sind in den vergangenen Monaten verloren gegangen oder drohen auf absehbare Zeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Mit der Sanierung des Parkplatzes Wermuthstraße und der Verkleinerung aufgrund eines gekündigten Pachtvertrages fielen 20 Einstellplätze weg. Zwölf bislang öffentliche Plätze werden künftig auf dem Parkplatz am Feuerwehrhaus Lange Straße nicht mehr zur Verfügung stehen, da die Politik der Bitte der Einsatzkräfte um geeignete Abstellflächen für private Fahrzeuge nachkommen will.

35 öffentliche Parkplätze werden an der Wallstraße wegfallen, nachdem Folkert Bruns, Besitzer des Markt- und Fitnessstudiogebäudes, einen entsprechenden Pachtvertrag mit der Stadt gekündigt hat – weil für Kunden seiner Mieter nicht ausreichend Parkfläche frei gelassen wurde.

Eine Entwicklung, die insbesondere die münderschen Einzelhändler mit Sorge verfolgen: „Ich war geschockt, als ich von den jüngsten Plänen gelesen habe“, sagt Michael Engel, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung und Inhaber des Kaufhauses Döring. Geradezu „verheerend“ könne sich die Reduzierung des Parkraums für die Händler in der Innenstadt auswirken. Dabei sieht Engel insbesondere Probleme durch den Wegfall der Flächen an der Wallstraße und an der Wermuthstraße: „Ich bin der Letzte, der etwas gegen die Sorgen der Feuerwehr an der Langen Straße sagt. Das ist alternativlos. Aber der Wegfall der anderen Flächen schafft Probleme.“

Für den SPD-Ratsherrn Detlef Olejniczak, der sich massiv für die Entwidmung der Parkplätze an der Langen Straße eingesetzt hat, ändert die Situation an der Wallstraße nichts an der Notwendigkeit, Einstellplätze für die Feuerwehrkameraden bereitzustellen. Seiner Meinung nach gebe es allerdings eine einfache Lösung, um die Betreiber des Fitnessstudios und der Getränkequelle zufriedenzustellen: „Der Vermieter könnte eine Schranke einbauen, für die Kunden einen Chip haben. Der Rest muss zahlen.“

„Zahlen“ ist auch ein Stichwort für WV-Chef Engel. Für die Händler seien kostenfreie Parkplätze in der Innenstadt ein wichtiges Argument im Wettbewerb mit Städten wie Hameln oder Hannover, allerdings ist es seiner Auffassung nach nicht einzusehen, dass die Einhaltung der Parkzeit in den entsprechend gekennzeichneten Bereichen in Bad Münder nicht kontrolliert werde. „Wir plädieren schon seit Jahren dafür“, erklärt Engel. „Knöllchen“ für Dauerparker, etwa Anlieger, könnten nach Meinung der Händler helfen. Neben einer Freigabe der Marktstraße für den Fahrzeugverkehr wäre das ein Schritt auf dem Weg, für Kunden besser erreichbar und damit attraktiver zu sein.jhr/col



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