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Fraktionsvorsitzende binden bunten Strauß an Vorschlägen für die Nutzung des Kurhotel-Areals

Parkplätze, betreutes Wohnen oder Jugendhaus

Bad Münder (st). Nach dem Aus für das Ärztehaus haben sich die Chefs der münderschen Ratsfraktionen bereits so ihre Gedanken gemacht, was auf dem Areal des ehemaligen Kurhotels stattdessen entstehen könnte. Eine umsetzbare Idee zu finden nach der dritten Pleite und bei leerem Stadtsäckel ist gar nicht so einfach – da waren sich alle vier einig.


Geburtstagskind Rolf Wittich (SPD) – gestern feierte er seinen 71. Geburtstag – ist der Meinung, das Freizeitangebot in der Kurstadt solle verbessert werden. „Wir müssen etwas für die jüngere Generation schaffen.“ Seine Überlegung: „Das Beste wäre es, wir könnten den Jugendlichen die Räumlichkeiten einfach übergeben, und die machen selbst was daraus.“ Da Wittich auf keinen Fall die „Ruine“ Kurhotel weiter dort stehen sehen will, ist sein Alternativvorschlag: „Abreißen.“

Abreißen – das hält auch Grünen-Fraktionschef Gerhard Fiedler für die beste Lösung. „Abreißen, die Quelle ein wenig begrünen und auf dem Rest des Grundstückes Parkplätze schaffen.“ Schließlich sei es um die Abstellmöglichkeiten für Autos im Bereich Kurpark nicht besonders gut bestellt. Aber: „Selbst dafür fehlt uns doch das Geld.“ Fiedler ist enttäuscht über das Aus des Ärztehauses, weil er von der Idee begeistert war. Und doch habe er von Anfang an die Realisierbarkeit stark bezweifelt.

Dass die Sache aussichtslos sei, das hat Helmuth Mönkeberg (proBürger) nach eigener Aussage gewusst, „als die Awo wieder ins Gespräch kam“. Projektleiter Dirk Reinecke hatte versucht das Kurmittelhaus ins Ärztehaus zu integrieren, die Awo aber kein Interesse gezeigt. Die Organisation hatte in der Vergangenheit bereits mit mehreren Partnern versucht, dem Grundstück wieder neues Leben einzuhauchen – und war mit der Idee einer Einrichtung für betreutes Wohnen gescheitert.

Völlig zu unrecht, wie CDU-Chef Harald Einecke findet. Er hält das Konzept noch immer für eine gute Idee. Und: „Wir hätten jetzt nicht das Problem, wenn die SPD das betreute Wohnen damals nicht kaputtgemacht hätte.“ Die Awo hat laut Einecke das Vorhaben aber noch nicht komplett zu den Akten gelegt. Er sei dafür, wieder Gespräche mit den Gesundheitsdiensten der Awo aufzunehmen, um das betreute Wohnen zu reanimieren.

Um zukünftigen etwaigen baulichen Problemen durch die auf dem Grundstück befindliche Quelle zu entgehen, sollte man versuchen das neue Gebäude ein Stück entfernt von der Quelle zu errichten, sagt Einecke.



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