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Pappeln fallen Säge zum Opfer

Bäume in Heuerßen sollten stehen bleiben / Arbeiter richten sich nach alten Plänen

Autor:

Jan-Christoph Prüfer

Heuerßen. Sie sind Opfer einer Verwechslung geworden: Die Säge brachte zwei italienische Säulenpappeln an der Straße Mühlenkamp/Rietfeld zu Fall, die eigentlich stehen bleiben sollten. Arbeiter hatten sich versehentlich veraltete Pläne zur Hand genommen.

Im Zuge des sogenannten „2+1“-Ausbaus der B 65 musste die Geschäftsstelle Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Verkehr im infrage stehenden Bereich diverse Bäume fällen. „Wir haben ein bisschen Druck gemacht, weil wir bis Ende Februar fertig sein müssen“, sagt Markus Brockmann, Geschäftsstellenleiter in Hameln.

Wegen der Hektik mag das Malheur passiert sein. In den Plänen der Verkehrsbehörde waren die zu fällenden Bäume mit gelben Kreuzen markiert. Darunter zunächst die beiden Pappeln, die aber später „begnadigt“ wurden. In einer neueren Planfassung war das auch vermerkt, die Pappeln nicht länger markiert – doch die mit den Fällarbeiten betrauten Arbeiter hatten den älteren Plan an die Hand bekommen.

„Man kann denen überhaupt keinen Vorwurf machen“, sagt Brockmann. „Die haben einfach nur gemacht, was in den Unterlagen stand.“ Als er von den Pappeln erfuhr, habe Brockmann umgehend das Amt für Naturschutz des Landkreises kontaktiert. Dessen Mitarbeiter Ulrich Tack zufolge werden Leute von Kreisverwaltung und Verkehrsbehörde den Ort des Geschehens in der kommenden Woche besichtigen.

Zum Start von „2+1“ kann Markus Brockmann nichts sagen. Ihm lägen „keine Informationen zum offiziellen Baubeginn“ vor.




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