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Osterfeuer: Feuriger Gruß an den Frühling

BAD MÜNDER. Hubertus Japes, der Chef der 1973 gegründeten „Bürgerinitiative für die Kinder“ (BIK), ist zufrieden: Gemeinsam mit 25 Helfern hat er die 43. Auflage des Osterfeuers auf dem 12 000 Quadratmeter großen BIK-Glände organisiert – und viele Besucher kamen zum Feuer.

Timo darf das große Feuer entzünden – ein besonderer Moment für den Elfjährigen. Hubertus Japes passt auf. Fotos: Huppert (2)

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Christoph Huppert Reporter

„Wir sind ein eingespieltes Team und brauchen dazu etwa einen Monat“, erklärt er. Wie immer sind Anfang Januar alte Weihnachtsbäume und unverkaufte Restbestände gegen eine kleine Spende abgeholt worden. „30 Treckerfuhren voll“, sagt Japes. Die liegen nun auf- und mehrfach umgeschichtet auf dem Gelände und warten darauf, angezündet zu werden. Zuerst aber wird um halb sieben ein kleines „Kinderfeuer“ entzündet. „Weil die Kleinen doch noch nicht so lange aufbleiben können“, erklärt Japes.

1300 Würstchen hat das BIK-Team geordert. Auch dabei wird auf Erfahrungswerte gesetzt. „Wir erwarten wie immer gut 1000 Besucher“, rechnet Japes hoch. Am Stand von BIK-Schriftführerin Marina Struwe findet das Popcorn bereits reißenden Absatz, und auch die älteren Besucher gönnen sich zu den Klängen des Feuerwehrmusikzuges schon mal das eine oder andere Bier. „60 Kisten à 24 Flaschen mit 0,33, also um die 4,75 Hektoliter“, überschlägt Japes, und testet mit einem herzhaften Biss die Qualität der ersten Würstchen vom Rost. „Super!“, lobt er.

Während die Sonne langsam sinkt, kommt für den elfjährigen Timo der aufregendste Teil der Veranstaltung. Zusammen mit Japes darf er das große Osterfeuer anzünden. „Man muss darauf achten, dass man die Fackel gut in die Löcher steckt und es ordentlich anbrennt“, sagt er. Gleich an mehreren Stellen wird der riesige Holzhaufen in Brand gesteckt. Skeptiker, die vorher noch „Viel zu nass, das qualmt doch bloß“ genörgelt hatten, sehen, wie das Feuer rasend schnell in die Höhe schießt. „Der Wind steht gut“, sagt Japes. „Weg von der Siedlung und in Richtung Osterberg.“

„Alles unkompliziert“, kommentiert der Vorsitzende auch die Zusammenarbeit mit den Behörden. „Genehmigung per E-Mail, gebührenfrei“, freut er sich. Mitglieder der Feuerwehr Bad Münder überwachen das Geschehen, sind aufmerksam dabei. Schließlich darf am Ostersonntag um neun Uhr nur noch ein Häufchen Asche übrig bleiben. In Bad Münder lebt die Tradition des Osterfeuers. Dank des Engagements der BIK und der Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr. Japes verspricht: „Das bleibt auch so.“

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