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Ortsrat fordert erneut Tempo 30 vor Kita in Nienstedt

NIENSTEDT. Die Arbeit des neu gebildeten Ortsrates hat bereits begonnen. Nach seiner Wiederwahl hat Ortsbürgermeister Karl-Wilhelm Baule einen lang verfolgten Plan wieder aufgenommen: Die Lauenauer Straße in Höhe des Kindergartens und der Bushaltestelle soll zu einer Tempo-30-Zone werden.

Gefahrenstelle Kindergarten: Die Lauenauer Straße in Nienstedt ist stark befahren. Foto: Mensing

Autor

Gert Mensing Reporter

Damit soll die Verkehrssicherheit in der Perle des Deisters erhöht werden. Seit nunmehr 14 Jahren befasst sich der Ortsrat mit diesem Wunsch – bislang aber immer erfolglos, die Anträge wurden vom Straßenverkehrsamt stets zerschlagen. Nun aber könnte nach so langer Zeit der Wunsch in Erfüllung gehen. Grund ist eine geplante Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung. (StVO): Tempo-30-Zonen sind in Wohngebieten bereits seit langem üblich. Nicht aber auf Kreisstraßen wie der Lauenauer Straße, die Egestorf mit der Landesstraße 401 über den Nienstedter Pass mit der Bundesstraße 442 in Messenkamp verbindet. Außerdem waren die Bemühungen des Ortsrates bisher erfolglos, weil der Bereich am Kindergarten keinen Unfallschwerpunkt darstellt.

Im Laufe dieses Jahres hat die Bundesregierung jedoch beschlossen, vor Schulen und Kindergärten sowie Altenheimen und Krankenhäusern auf den Nachweis eines Unfallschwerpunktes zu verzichten – auch an Hauptverkehrsstraßen. Das stärkt auch den Einfluss der Ortsräte auf die Verkehrsplanung im Ort.

Darin sieht Ortsbürgermeister Karl-Wilhelm Baule die große Chance, kurzfristig das Anliegen der Ortschaft auf ein Tempolimit durchzusetzen. Nach seiner Planung soll die Schutzzone rund 200 bis 300 Meter lang sein, vor der Bushaltestelle beginnen und Richtung Ortskern erst hinter der Kreuzung Auenweg/Meilerweg enden.

Bei einer Ortsbegehung mit unserer Zeitung stellt Baule die Gefahrenpunkte vor. „Zu manchen Zeiten stehen zwei Busse Richtung Lauenau in der Busschneise, passen dort aber nicht komplett rein,“ weiß der Ortsbürgermeister aus Beobachtungen. Dann rage das Hinterteil des zweiten Fahrzeugs auf die Kreisstraße hinaus. Nur rund zehn Meter weiter ist die Kreuzung, die mit Kindergarten, Feuerwehr, Sporthalle und dem Spielplatz sowie der Sparkasse eine starke Verkehrsfrequenz habe.

„Wir haben bislang Glück gehabt, dass hier noch keine nennenswerten Unfälle passiert sind“, meint Baule. Warten will er darauf nicht: Der Beschluss im Ortsrat fiel einstimmig, Die Stadtverwaltung beschäftigt sich bereits mit dem verkehrsberuhigten Bereich.



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