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1994 am Widerstand aus Strücken gescheitert / Thema im Ortsrat

Ortsrat Exten nimmt neuen Anlauf: Tempo 30 für Obernfeld gefordert

Strücken/Exten (crs). Das Thema ist anderthalb Jahrzehnte alt - und trotzdem aktuell: Die Verkehrsberuhigung im Obernfeld steht am Dienstag, 29. April, einmal mehr auf der Tagesordnung des Ortsrates Hohenrode/ Strücken. Anlass hierfür ist der Wunsch der Anwohner aus Exten, hier eine Tempo-30-Zone einzurichten.

Damit nicht mehr gerast wird: Künftig soll auf der Straße "Im Ob

Im Ortsrat Exten ist das Thema bei der jüngsten Sitzung bereits umfassend diskutiert worden. Tenor bei einer Gegenstimme: Im Obernfeld soll künftig Tempo 30 gelten. "Das ist ein reines Wohngebiet, hier wohnen viele Familien mit kleinen Kindern", stellte Ortsbürgermeister Thorsten Kretzer die Situation mit aktuell Tempo 50 als unbefriedigend dar. Und: "Viele fahren hier sogar schneller als 50 Stundenkilometer." Das Tempo dürfte durch die angestrebte Regelung deutlich gedrosselt werden: Dann ist die Straße keine Vorfahrtsstraße mehr, an jeder Kreuzung gilt rechts vor links. Dieser erneute Vorstoß aus Exten hat eine lange Vorgeschichte. "In grauer Vorzeit", so erinnerte sich Kretzer bei der Sitzung des Ortsrates, sei dieses Vorhaben am Widerstand der Einwohner von Strücken gescheitert. Einen eher kuriosen Grund hatte es damals für die Ablehnung gegeben: "Wenn die Autos nicht mit einem gewissen Tempo das Obernfeld hochfahren, kommen sie im Winter nicht die Strücker Straße hoch", erläuterte Kretzer die Befürchtungen zu Glatteis und Schnee, die vor mittlerweile rund 14 Jahren zum vehementen Widerstand der Strücker geführt hatten. 1994 sei es darum gegangen, im gesamten Stadtgebiet Tempo-30- Zonen einzurichten, erinnerte auch Erster Stadtrat Jörg Schröder an die Historie, die bei der Ortsratssitzung am 29. April nochmals im Detail dargestellt werden soll. Und an den Widerstand, der sich damals in Strücken regte: "Da gab es eine Unterschriftensammlung, das Thema wurde in Ortsräten und Bauausschuss heiß diskutiert." Schließlich gab es einen Kompromiss und damit die noch heute geltende geteilte Situation: Aus Richtung Exten gilt zunächst Tempo 30, kurz vor der Einmündung Papenstein gilt dann Tempo 50. Aus fachlicher Sicht sei aber eine einheitliche Regelung für den gesamten Straßenzug angeraten, sagte Schröder. Deswegen der neue Anlauf aus Exten. Dem Vernehmen nach wird sich auch der Ortsrat Strücken-Hohenrode dieser Lösung anschließen: Ortsbürgermeister Helmut Dörjes jedenfalls hat in Absprache mit den Strückern Zustimmung signalisiert.



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