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Eimbeckhäuser Ortsratsmitglied Ulrich Marten (CDU) will Riesenchance nicht ungenutzt lassen

Ort darf nicht aussterben – Visionen müssen her

Eimbeckhausen (st). Es ist eine Riesenchance für Eimbeckhausen, da sind sich alle Ortsratsmitglieder einig: Mit dem Rückbau der Ortsdurchfahrt nach Fertigstellung der Umgehung im Zuge der Bundesstraße 442 kann das Dorf wieder zusammenwachsen und seinen Charakter zum Positiven verändern – wenn jetzt rechtzeitig die richtigen Entschlüsse gefasst werden.

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„Wir dürfen nicht abwarten, bis die Umgehung fertig ist“, sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bodtmann (SPD). Deshalb hat er jetzt beantragt, gemeinsam mit der Stadt potenzielle Mängel zu ermitteln, um vom Bund später eine Straße in einwandfreiem Zustand übergeben zu bekommen. Bad Münder übernimmt die Bundesstraße nach Fertigstellung der Umgehung auf einer Länge von rund einem Kilometer als Gemeindestraße. „Wir brauchen eine Ortsdurchfahrt ohne Sanierungsbedarf“, sagt Bodtmann. Auch für eine Veränderung des Straßenbildes hat sich Bodtmann ausgesprochen.

„Das ist alles noch zu kurz geworfen“, findet CDU-Ortsratsmitglied Ulrich Marten. „Die Straßenbaubehörde soll den Abschnitt nicht nur heil machen, sodass wir eine intakte Straße übernehmen können – das reicht nicht.“ Weniger Verkehr sei zwar erst einmal gut, aber Marten will auch keinen „toten Ort“. Jetzt sei es Zeit für Visionen, man müsse die Möglichkeit nutzen, ein neues Zentrum zu schaffen, einen „Ort der Begegnung“, der die Teilung des Ortes endlich aufhebe. „Wir müssen die Schnur aufbrechen, die sich da durch unseren Ort zieht“, sagt Marten. Und Ideen sollten rechtzeitig gesammelt werden, denn: „Nachher saniert die Behörde die Straße für viel Geld, und wir machen die wieder kaputt, weil wir was ganz anderes wollen.“ Das Geld könnte gleich richtig eingesetzt werden – wenn erst ein Konzept erarbeitet wird, bevor die Straßenarbeiter anrücken.

Bauamtsleiter Uwe Hünefeld will sich schon einmal schlau machen, inwieweit die Straßenbaubehörde bereit ist, den Wünschen der Eimbeckhäuser entgegenzukommen. „Die zeigen sich bei solchen Vorhaben eigentlich immer recht fürsorglich und kooperativ“, weiß Hünefeld aus ähnlichen Projekten in der Vergangenheit. Heinrich Söfjer (SPD) will in jedem Fall die Bürgerinitiative Umgehungsstraße (BUS) mit ins Boot holen, auch Anwohner sollen sich an der Erarbeitung eines Konzeptes beteiligen. Zunächst ist eine Begehung mit Stadt, Ortsrat und möglicherweise Vertretern der Straßenbaubehörde geplant.



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