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Orgatec: Pflicht für heimische Möbel-Entwickler wie Wilkhahn

EIMBECKHAUSEN/BAD MÜNDER. „Am Umsatz gemessen waren die letzten neun Monate sehr positiv.“ Wilkhahn-Pressesprecher Burkhard Remmers verströmt Zufriedenheit. Mit Recht, denn der „Global Player“ aus Eimbeckhausen hat wie die gesamte Branche von der in Fahrt gekommenen deutschen Baukonjunktur profitiert.

Verhalten optimistisch: Wilkhahn-Sprecher Burkhard Remmers. Foto: Huppert

Autor:

Christoph Huppert

„Die ist die Lokomotive, die uns deutlich zweistellig über den Vorjahresergebnissen liegen lässt“, freut sich Remmers. 363 Mitarbeiter sind derzeit am Standort in Eimbeckhausen beschäftgt, 150 weitere in weltweiten Vertriebsgesellschaften. Auch die Geschäfte in Asien, Australien und der Schweiz liegen am Jahresende wahrscheinlich zehn Prozent über Plan, prognostiziert Remmers.

Dennoch ist der Optimismus gebremst. Seit zwei Monaten sei die Auftragslage verhaltener. „Der Ölpreis hat die Haushalte im mittleren Osten nahezu halbiert“, erklärt Remmers, was sich auch im Büromöbelgeschäft niederschlage. Gerade in diesen Märkten hatte Wilkhahn im vergangenen Jahr „gute und einen sensationell guten Auftrag“ an Land ziehen können.

Zudem dämpfe der Brexit den europäischen Markt. „Unsicherheit bedeutet immer, dass Entscheidungen aufgeschoben werden“, so Remmers. Nachdem die Ausstiegsszenarien in jüngster Zeit konkreter werden, werde hoffentlich bald mehr Sicherheit in den Markt einziehen.

„Das ist wie Topfschlagen“, meint der Unternehmenssprecher auch zu den möglichen Folgen des Ausgangs der US-Präsidentschaftswahlen. „Keiner bei uns kann sich so richtig vorstellen, was für Auswirkungen ein isolationistischer Kurs der USA hätte.“

Auf der in der kommenden Woche in Köln beginnenden größten Branchenmesse, der Orgatec, wird Wilkhahn mit fünf Neuheiten aufwarten. Mit den Bürostuhl-Flaggschiffen ON und IN stehen die Büromöbelbauer aus Eimbeckhausen technologisch ohnehin seit Jahren an der Spitze. „Unseren Vorsprung durch die damit verbundenen Patente im Bereich des ergonomischen und bewegungsdynamischen Sitzens werden wir auch in Zukunft noch lange halten können“, ist sich Remmers sicher.

Auf der Orgatec will Wilkhahn insbesondere Neues zum Thema informelle Meetingbereiche vorstellen. „Das sind Unternehmensbereiche zwischen Arbeitsplatz und formellen Konferenzräumen, also Orte, an denen sich Mitarbeiter gerne treffen.“ Außerdem werde in Köln das Thema „Freischwinger vollkommen neu interpretiert“, kündigt Remmers an. Über die größte Neuerung, die eine Revolution im Büromöbelbau bedeuten soll, schweigt sich Burkhard Remmers allerdings verständlicherweise aus. „Sie werden sehen“, sagt er mit einem Lächeln, „nach der Messe.“

Eine neue Generation von Bürostühlen wird auch Haworth auf der Leitmesse der Branche in Köln präsentieren. In den Mittelpunkt stellen die Münderaner aber die Bedeutung der Gestaltung von Räumen für die Schaffung von zeitgemäßen Arbeitsorten. Demonstriert wird ab Dienstag die Wirkung von Schlüsselfaktoren beim Design inspirierender Räume und produktiver Orte, die Menschen und Unternehmen helfen, die eigenen Ziele zu verwirklichen. „Mit der idealen Kombination von Einrichtung, Farben und Materialien, Beleuchtungs- und Akustiklösungen sowie der Integration von Technik wird aus einer Umgebung – dem Space - ein Wohlfühlort zum Arbeiten – der Place“, erläutert Henning Figge, Vizepräsident von Haworth Europa.

Neue Stauraum- und Tischsysteme werden am Messestand einem internationalen Publikum vorgestellt, außerdem auch Produktneuheiten der Marke Cappellini.

Das Messeprogramm rundet Haworth mit einem Vortragsprogramm ab. Zentrale Fragen dabei: Wie werden Arbeitsumgebungen geschaffen, die faszinieren und gleichzeitig Sinn stiften? Und wie relevant sind sie für Unternehmen, Mitarbeiter, Architekten und für die Immobilienwirtschaft?jhr



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