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„Forum Glas“ hat viele Pläne: AG mit Lehrern geplant / „Glas-Region“ mit Glas-Stelen-Pfad

Optimismus in Sachen Glashaus-Finanzierung

Bad Münder (hzs). Der „Forum-Glas“-Vorsitzende Hermann Wessling hatte im Rückblick nicht nur eine beachtliche Bilanz von Aktivitäten – bundesweite Exkursionen und Fachgespräche mit hochkarätigen Experten zum Thema Glaskunst – vorzutragen. Er freute sich zusammen mit den rund 20 in die Rohmelbadgaststätte gekommenen Mitgliedern vor allem über die auch überregional stark beachtete Glaskunstausstellung in St. Nicolai in Bakede.

Dr. Jürgen Borghardt, Hermann Wessling und Klaus Vohn-Fortagne (

Gerade diese Ausstellung habe entscheidend zur Profilierung Bad Münders als wichtigen „Newcomer“ in der bundesdeutschen Glaskunstszene beigetragen, , so deren Initiator Dr. Jürgen Borghardt. „Mithilfe des Landschaftsverbandes werden in Jahresfolge jeweils 50 der rund 200 Glastafeln aus der berühmten Sammlung Peters in Bakede gezeigt werden.“

Hermann Wessling konnte zudem mitteilen, dass das „Forum Glas“ dabei sei, das Glashaus-Projekt in der Kellerstraße 9 „förderfähig“ zu machen. Wesslings Analyse der Förderkulisse kam zum Schluss, der Vorstand sei „unverändert optimistisch, dass eine Förderung bis Ende des Jahres möglich erscheint.“

Der Architekt Peter Nehmann aus Flegessen stellte die Glashaus-Planungen im Detail vor. Ein Bauantrag sei vorbereitet.

Auch den „Glasskulpturen-Weg“ will der Verein „ein Stück weiter bringen“, so Borghardt.

Zusammen mit den in Bakede geplanten weiteren Glaskunst-Ausstellungen, die den Stellenwert des Themas „Glaskunst-Standort Bad Münder“ verstärkt ins Bewusstsein potenzieller Sponsoren rücken könnten, solle ein „Gesamtkonzept“ zur Steigerung des kulturtouristischen Gesamtwertes der Stadt entstehen: Glasmuseum, Glaskunst-Ausstellungen und Glasskulpturen-Weg seien wichtige Ziele, die es zusammen mit Förderern zu erreichen gelte.

Auch in die Schulen soll das Thema Glas hineingetragen werden. Ute Salmen, Lehrerin an der Hamelner Sertürner Realschule, wird sich um die museumspädagogische Arbeit kümmern. „Wir wollen junge Menschen für das Thema Glas begeistern. Bislang sind moderne Techniken wie etwa Glasfusing im Werk- und Kunstunterricht nicht möglich.“ Das soll sich durch Kurse für Multiplikatoren ändern.

Als zukunftsweisende Idee stellte Klaus Vohn-Fortagne den „Glas-Stelen-Pfad“ vor, der die wichtigsten Orte der „Glasregion“ um Bad Münder bis weit ins Weserbergland hinein ähnlich einem Radwanderweg verbinden und Besuchern kultur- und technikgeschichtliche Informationen liefern könnte. „Eine Anbindung an den Weserradweg wäre optimal“, so der auf die Geschichte der regionalen Glasproduktion spezialisierte Historiker.

Viele Projekte stehen auf dem Zettel – aber angesichts der Dynamik und Durchschlagskraft des im Amt bestätigten „Forum-Glas“-Vor- standes zweifelte keiner der Anwesenden, dass diese Visionen erheblich stabiler sind als das fragile Material, um das sich beim Forum Glas alles dreht.



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