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Motor Veteranen Club kritisiert Termin des „Räderwerks“ am vergangenen Wochenende

Oldtimer-Freunde bangen um Besucher

Hameln (wul/mafi). Wer es wohlwollend betrachten möchte, könnte sagen: Ist ja toll, die Oldtimer-Freunde kommen in diesen Wochen so richtig auf ihre Kosten. Doch diese Sichtweise teilt Reinhard Burkart nicht. Der erste Vorsitzende des Motor Veteranen Club Hameln (MVCH) ist eher ein bisschen verstimmt und hat Bedenken, dass die Liebhaber alter Autos am Wochenende zum Hefehof kommen, weil vor gerade mal einer Woche erst das „Räderwerk Treffen“ Tausende gelockt hatte. Und dass, obwohl er die drei Initiatoren der Veranstaltung rund um die alte Teppichfabrik an der Marienthaler Straße darauf hingewiesen habe, dass sein Termin schon viel länger feststehe.

„Bringen Sie doch mal die Ehefrauen dazu, sich an zwei Wochenenden hintereinander Oldtimer anzusehen“, beschreibt Burkart seine Befürchtung. Auch er hat ein Familienprogramm mit Kinderschminken und -belustigung rund um die Oldtimer-Ausstellung vorbereitet, die am Sonntag im Hefehof stattfindet. „Unser Termin stand schon lange fest“, sagt Burkart und hätte sich Rücksichtnahme gewünscht.

Jörg Nasse, einer der drei Ideengeber des „Räderwerks“, beteuert hingegen, dass er und seine Partner zum Zeitpunkt der eigenen Planung nicht gewusst haben, wann das Oldtimer-Treffen stattfinden soll. Und weil sie den Termin bereits im Februar per Flyer bekannt gegeben hätten, haben sie ihn nicht verschieben können, so Nasse. Er beschwichtigt: „Wir sehen auch gar nicht die Konkurrenz zum Motor Veteranen Club.“ An die Fahrzeuge dort „kommen wir von der Qualität und den Preisen her gar nicht ran“, sagt Nasse. Während beim Räderwerk eher die sogenannten Youngtimer (zwischen 20 und 30 Jahre alte Fahrzeuge), etwa 600 Stück, die Blicke auf sich gezogen haben, werden es beim MVCH zwischen 200 und 300 richtige Oldtimer sein.

Nasse wünscht sich für die Zukunft, „dass alle was zusammen machen“, und dass die Oldtimer-Vereine der Region Treffen „gemeinsam veranstalten“. Für das „Räderwerk Hameln“ wollen die Initiatoren noch drei bis vier Millionen Euro investieren; die Umsetzung ist schrittweise geplant. In dem „lebenden Museum“ können Besitzer historischer Fahrzeuge ihre „Schätzchen“ einstellen und pflegen lassen. Für nächstes Jahr ist ein weiteres Treffen geplant. Doch jetzt ist erstmal der Motor Veteranen Club Hameln dran, an dem Nasse auf jeden Fall auch teilnehmen will. Das Oldtimer-Treffen findet zugunsten des Museums der Hamelner Automobilgeschichte statt. Und auch Kinder können sich dort im Autofahren üben: beim Go-Kart-Rennen …




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