weather-image
16°

Ohne Empathie und Muße

Zu: „Eklat um Nationalhymne“, vom 3. April und „Wildes Asphaltieren“, vom 4. April

270_008_7092204_lklf101_Dana_1604.jpg

Ihre Artikel zur Kreistagssitzung und zum Münsterkirchhof machen auf einen politischen Typus aufmerksam, der sich selbst als Macher versteht, sobald aber sein Wille als Handeln in die Wirklichkeit tritt, nur Bedürftiges zeitigt. Was dem einen an stadtgeschichtlicher Empathie abgeht, fehlt dem anderen gänzlich an Erinnerung an den im Bundesgesetzblatt Nr. 63 vom 29. November 1991 veröffentlichten Briefwechsel zwischen dem damaligen Bundespräsidenten und dem damaligen Bundeskanzler zur Nationalhymne des vereinigten Deutschlands. Während der Erstere nun schlagend beweist, dass dem Rathaus eine externe Beratung durch Roland Berger dringend notwendig ist, bedarf der letztere einer gewissen Muße, um darüber nachzudenken, was unmittelbar und was nur mittelbar zur Identität der Bundesrepublik gehört. Die Rede vom „modernen Staatsverständnis“ ist zunächst inhaltlich leer. Es ist zu hoffen, dass Sie als Lokalzeitung die in der Kreistagssitzung eingeforderten Antworten des Landrats aus dem Protokoll veröffentlichen werden. (Die im Kommentar von Herrn Weiß angebotene Lesart, alles sei nur Wahlkampf, ist zwar griffig, weil sie banal ist, ist aber dennoch geschichtsvergessen.)

Heinz-Günter Berle, Hessisch Oldendorf



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt