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Schriftführer übernimmt Moderation

Ohne Brille läuft nix

PÖTZEN. Eine Premiere hatte Heinz Beißner in seinem 48. Jahr als Schriftführer jetzt bei der Mitgliederversammlung des Schützenvereins Pötzen.

Schießsportleiter Horst Petrausch (3. v. li.) und Vorsitzender Horst Krinke (2. v. re.) mit den ausgezeichneten Mitgliedern. Foto: heinz Beißner/PR

Dem Vorsitzenden Horst Krinke war vor Beginn die Lesebrille entzweigegangen, ohne dieses Hilfsmittel konnte er die Versammlung aber nicht leiten und übertrug diese Aufgabe deshalb kurzerhand seinem Schriftführer. Da keine Vorstandswahlen anstanden, konnte die Tagesordnung zügig abgewickelt werden.

Schießsportleiter Horst Petrausch bedauerte den Rückgang der Mitgliederzahlen, konnte aber dennoch etliche erfolgreiche Schützinnen und Schützen für die 2017 errungenen Erfolge auszeichnen. Positiv war die Beteiligung an den Schießabenden, hatten doch mehr Mitglieder als zuvor 50- mal oder öfter daran teilgenommen.

Eine Besonderheit hat der Verein auch aufzuweisen, denn die Leitung der Damenabteilung hat seit drei Jahren Friedrich Erdmann, der im Übrigen auch Vorsitzender des benachbarten Schützenvereins Holtensen ist. Auch er musste berichten, dass die Zahl der aktiven Damen abgenommen hat, die Verbliebenen aber eifrig bei der Sache seien. „Solange ich nicht selbst einen Rock anziehen muss, kann ich dieses Amt auch weiterhin wahrnehmen“, zeigt sich Erdmann als begeisterter Hahn im Korbe.

Kassenwart Karl Schulte musste ein Minus von mehr als 900 Euro bilanzieren, das auch in Zukunft nur mit besonderen Anstrengungen und Ideen reduziert werden kann. Die festen Kosten bleiben selbst bei sinkenden Mitgliederzahlen bestehen und sind unumgänglich. Die Kassenprüfer attestierten dem Kassierer eine hervorragende Kassenführung, teilten hinsichtlich der Finanzen zugleich auch die pessimistischen Aussichten. Nach der einstimmig ausgesprochenen Entlastung des Vorstandes appellierte Vorsitzender Krinke in seinem Schlusswort an die Mitglieder, für eine Vereinsmitgliedschaft zu werben, damit der Verein als Faktor des Dorflebens noch lange bestehen bleibt.PR

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