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SV-Vorsitzender ärgert sich über schwindende Einsatzbereitschaft / Klockemann neue Schriftführerin

Ohne aktive Mitarbeit geht es nicht

Nettelrede (oe). Der Vorsitzende des Schützenvereins Nettelrede, Carsten Werner, hat die Jahresversammlung des Vereins zu einer Generalabrechnung genutzt. Immer mehr Bürger würden lieber ihre Einzelinteressen pflegen als sich für die Gemeinschaft einzusetzen, monierte er. Diese Entwicklung gehe nicht spurlos am SV Nettelrede vorbei.

Dem Vorstand des SV Nettelrede vergeht die gute Laune nicht &nda

Die anfallende Arbeit müsse von immer weniger Mitgliedern gemacht werden. Als Beispiel führte Werner große Projekte wie das neue Dach für die Luftgewehrhalle und den Ausbau des Schützenhaussaales unter der Leitung von Karl-Fred Ensslen an.

Wegen neuer Auflagen musste auch der KK-Stand saniert werden. „Es waren immer wieder die gleichen Leute, die sich dabei abgemüht haben – und irgendwann hatten auch die keine Lust mehr“, so Werner. Der Verein könne sich nicht nur aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren, die aktive Mitarbeit sei unbedingt erforderlich.

Aber es gibt auch positive Gegenbeispiele: Willi Volker etwa, „die gute Seele vom Breitenbusch“. Volker hält seit vielen Jahren die Anlage rund um das Schützenhaus in Ordnung, bei Arbeitseinsätzen ist er stets ein verlässlicher Teilnehmer. Werner dankte außerdem der bisherigen Schriftführerin Anke Rosenthal, die aus beruflichen Gründen nach zehn Jahren ihre Vorstandsarbeit aufgeben musste. Für ihren Einsatz dankte Werner außerdem Jobst Saake, Rainer Klockemann, Dieter Buchmeier und Otto Brauer.

Bei den Vorstandswahlen wurde Marion Klockemann als neue Schriftführerin gewählt. Die anderen Posten blieben bis auf einen Wechsel in der Jugendleitung unverändert: Carsten Werner (Vorsitzender), Wolfgang Richter (stellvertretender Vorsitzender), Adrian Mathea (Schießsportleiter), Heinz Borchard (Kassenwart), Jenny Buchberger und Johannes Kaspaschek (Jugendleiter), Doris Roth (stellvertretende Jugendleiterin), Rita Dierßen (Damenleiterin).

Für langjährige Mitgliedschaft im Verein wurden Jasmin Heber, Heinz Sauter, Marianne Masson und Peter Beckert ausgezeichnet. „Tradition bedeutet nicht das Aufbewahren der Asche, sondern das Weiterreichen des Feuers an die nächste Generation“, sagte der alte und neue Vorsitzende im Hinblick auf die anstehende 85-Jahr-Feier des SV Nettelrede. „85 Jahre bedeuten drei Generationen – wir wollen auch weiterhin nicht nur eine Übungsstätte für Sportschützen sein, sondern auch ein Stück Heimat und Gemeinschaft für unsere Mitglieder“, so Werner unter Applaus. Das beeindruckte auch Ortsbürgermeister Axel Goeritz, der Werners Analyse teilte und Parallelen zur Kommunalpolitik entdeckte.



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