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OHG-Diskussion: Widerstand bei der münderschen Politik

BAD MÜNDER. Die erneuten Diskussionen um Gastschulbeitrage für Münderaner Schüler am Springer Otto-Hahn-Gymnasium sorgen auch in der Lokalpolitik für Diskussionen:

Gut 120 Schüler aus Bad Münder besuchen das Otto-Hahn-Gymnasium in Springe. FOTO: MISCHER
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Der Ratsherr und Kreistagsabgeordnete Helmuth Mönkeberg (Pro Bürger) kritisiert den Vorstoß der Springer SPD.

Er verweist dabei nicht nur auf die fehlende Rechtsgrundlage für die finanzielle Forderung. Auch der Umstand, dass in vielen weiteren Schulen keine Beiträge anfielen, spiele für ihn in der Debatte eine Rolle. „Die KGS Bad Münder hat Schüler aus Springe und dem Bereich Schaumburg. An der KGS in Salzhemmendorf reden wir von Schülern aus den Landkreisen Holzminden und Hildesheim. Und nirgendwo wird gezahlt“, sagt Mönkeberg. Die SPD hatte angeregt, Einnahmen zu generieren, indem die Stadt Springe erneut mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont über Gastschulbeiträge verhandelt. Gelinge das nicht, müsse man darüber nachdenken, Schüler aus Bad Münder nicht mehr aufzunehmen.

Mönkeberg kritisiert nun, die Sozialdemokraten hätten sich zunächst genauer informieren sollen – und mit OHG-Leiterin Kerstin Prietzel reden sollen. Die war von dem Vorstoß überrascht worden. Und hatte vor einer Zwangsschrumpfung des Gymnasiums durch Ausschluss der Münderaner gewarnt: So sinke die Angebotsvielfalt, das Gymnasium werde für die Springer Schüler unattraktiver.

Mönkeberg schließt sich der Kritik an – und denkt sie noch weiter: Der Pro-Bürger-Mann gilt als großer Verfechter einer engeren Kooperation der einstigen Landkreis-Nachbarn Springe und Bad Münder. Orientierten sich aber als Folge des OHG-Verbots mehr Schüler aus Bad Münder in Richtung Hameln, schwäche das den gesamten Doppelstandort Springe-Bad Münder, warnt Mönkeberg. „Wenn wir Kooperationen vor allem in Sachen Bildung wollen, wäre dieser hektische Aktionismus aber kontraproduktiv.“

Die Debatte taucht seit vielen Jahren immer wieder auf. Zuletzt hatten sich Springes Bürgermeister Christian Springfeld und Landrat Tjark Bartels im Mai 2016 offiziell geeinigt, künftig auf die gegenseitige Erhebung von Gastschulbeiträgen zu verzichten.



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