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Guter Besuch bei den "Lauenau open" nach verhaltenem Auftakt

Offene Türen locken zum Gucken

Lauenau (nah). Der erste offene Sonntag unter dem Titel "Lauenau open" ist mitüberwiegend positiven Reaktionen zu Ende gegangen. An drei Schwerpunkten warteten Aktionen auf die Gäste, die mit einem kostenlosen Buspendeldienst zwischen dem Ortskern und dem Logistikpark chauffiert werden konnten. Die Bilanz war nicht ganz einheitlich: Während sich Einzelhändler zufrieden zeigten, hatten sich die Betreiber der Marktstände mehr erhofft.

Bowling-Geschäftsführer Manfred Steffen, der anfangs noch mutterseelenallein vor der kleinen Schau von Nutzfahrzeugen stand, freute sich über mehr Besuch am Nachmittag. Dafür zog der Großflohmarkt am Autohof die Massen an. Viele sahen dort bei den Übungen der Lauenauer Feuerwehr zu. Max hält sich die Ohren zu. Dem Dreijährigen ist der große Schlepper nicht ganz geheuer. Zwar tuckert der Motor nur sachte vor sich hin, aber ein breiter Keil schiebt sich mühelos durch den gut einen Meter langen Baumstamm. Es knirscht ein wenig; und schon ist das rustikale Brennholz handgerecht geviertelt. Nebenan fachsimpeln die Besitzer von Oldtimertreckern darüber, ob ihre Maschinen wohl in gleicher Weise winterlichen Heizbedarf sichern könnten. Walter Krüger lässt eine Jagdwaffe mit scharfer Klinge an der Feldschmiede entstehen, und Heinrich Edeler, Korbmacher aus Exten, der mit flinken Händen Weidenzweige verarbeitet, freut sich: Seine Handarbeit findet Abnehmer. Freude herrscht auch bei Modehändlerin Sabine Schönhardt. Bereits zur Mittagszeit nickt sie zufrieden über den Auftakt des Tages. Gudrun Rettky bereut es ebenfalls nicht, den freien Sonntag gegen eine zusätzliche Schicht in ihrem Schuhgeschäft eingetauscht zu haben. Das wollten die Betreiber der Marktstände auf dem Edeka-Parkplatz nicht unbedingt bestätigen: Erst am Nachmittag blühten auch hier allmählich die Geschäfte. "Aber es ist Werbung für uns", betonten Messenkamps Gärtnermeister Ingo Meyer und Kaufmann Frank Tatje vom Pohler Saatzucht-, Bau- und Gartenmarkt. Unterdessen hatten etliche auswärtige Gäste den Flecken Lauenau zunächst aus historischem Blickwinkel kennenlernen wollen. So nahm Gästeführerin Barbara Brinkmann schon am Morgen eine Besuchergruppe aus Springe in Empfang, die vor der Einkaufsmöglichkeit erst einmal Schlösser, Kirche und Museum in Augenschein nahmen. Dunkle Rauchwolken stiegen am Autohof in den klaren Herbsthimmel. Mithilfe derörtlichen Autoverwertung Muhammad und des Abschleppunternehmens Görrnhardt ließ die Feuerwehr des Fleckens ein Wrack in Flammen aufgehen und ein anderes fachgerecht mit Schere und Spreizer öffnen. Da reckten zahllose Flohmarktbummler die Hälse. Für die uniformierten Helfer war die Präsenz übrigens nicht nur Schau: Die sich momentan in Ausbildung befindlichen Kameraden konnten so ganz realistisch das Erlernte in die Tat umsetzen.




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