weather-image
SPD und CDU lassen sich nicht in die Karten schauen – FDP und Grüne denken über eigene Bewerber nach

OB-Wahl wirft ihre Schatten voraus

Hameln. Nach der Wahl ist vor der Wahl heißt es landauf, landab. Und das ist auch in Hameln nicht anders, denn die nächsten Urnengänge werfen bereits ihre Schatten voraus. Neben der Stichwahl zwischen den Landratskandidaten Tjark Bartels (SPD) und Uwe Schünemann (CDU) um den Chefsessel im Kreishaus am 6. Oktober, stehen im kommenden Jahr Oberbürgermeister- und Europawahl auf der Agenda. Und die sollen, um Kosten zu sparen, an einem Tag stattfinden, nämlich am 25. Mai 2014. So will es jedenfalls die aus CDU, Grünen und Unabhängigen bestehende Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat, die in Kürze einen entsprechenden Antrag in die Politik und zur Abstimmung bringen will.

270_008_6621284_hm112_2409.jpg
Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

Autor

Hans-Joachim Weiß Reporter zur Autorenseite

Doch bislang hat sich weder Amtsinhaberin Susanne Lippmann, noch der hinter vorgehaltener Hand als Herausforderer gehandelte CDU-Fraktionschef Claudio Griese geäußert, ob sie sich bei der Oberbürgermeisterwahl überhaupt einem Votum der Hamelner Bürgerinnen und Bürger stellen. Das sollte unmittelbar nach der Landsratwahl geschehen, doch nun soll erst der Ausgang der Stichwahl abgewartet werden.

Während die Rathaus-Chefin gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, gibt sich auch Griese bedeckt: „Vor dem 6. Oktober wird nichts unternommen. Wir werden erst nach der Stichwahl ins Verfahren gehen“, sagt der Christdemokrat. Ob er seinen Hut in den Ring wirft? Griese lässt sich nicht in die Karten schauen: „Kein Kommentar.“ Auch Hamelns CDU-Stadtverbandschef Michael Vietz verweist darauf, dass eine Entscheidung erst fallen soll, wenn der Ausgang der Landratswahl bekannt ist. Der frischgebackene Bundestagsabgeordnete, der über die Landesliste den Sprung in den Berliner Reichstag geschafft hat, spürt jedoch einen klaren Aufwärtstrend seiner Partei und meint vielsagend: „Der Auftrieb ist da, egal, um welche Wahl es sich handelt.“

Während Union und auch Sozialdemokraten ihre Erfolge vom Sonntag noch feierten, haben auch in Hameln Grüne und Liberale damit begonnen, ihre Wunden zu lecken, weil beide Parteien erhebliche Verluste bei den Erst- und Zweitstimmen hinzunehmen hatten. Nicht unwahrscheinlich ist deshalb, dass beide Parteien nun auch zur Oberbürgermeisterwahl jeweils mit einem Bewerber antreten werden, um verloren gegangenes politisches Terrain zurück zu gewinnen. „Ich gehe davon aus, dass wir mit einem eigenen Kandidaten antreten werden“, legt sich Ursula Wehrmann fest. Die Fraktionschefin der Grünen im Hamelner Rat betont, dass sie sich dafür schon bei der Nominierung Torsten Schultes als Landratskandidat ihrer Partei ausgesprochen habe. Allerdings schränkt sie auch ein: „Die Ausgangssituation ist eine andere, weil wir noch nicht wissen, ob Susanne Lippmann noch einmal antritt oder die SPD jemand anderen ins Rennen schickt. Bevor der Stadtverband darüber entscheidet, soll sich erst einmal die Amtsinhaberin erklären.“ Die aber hüllt sich in Schweigen.

„Jetzt erst recht.“ Dieser Slogan könnte auch die Liberalen bewegen, einen eigenen Bewerber für den Chefsessel im Rathaus zu nominieren. Hamelns FDP-Chef Klaus-Peter Wennemann jedenfalls schließt einen eigenen Kandidaten nicht aus: „Wir haben darüber noch nicht nachgedacht. Ich werde das Thema aber bei der nächsten Vorstandssitzung ansprechen.“

Die Ergebnisse der Stadt Hameln bei der Bundestags- und Landratswahl am vergangenen Sonntag.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt