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Heimatverein will Historie des 20. Jahrhunderts zeigen / Zwölf Detaillierte Vorschläge für den Masterplan

Obergeschoss der Remise soll Museum werden

Bad Eilsen (tw). Im Obergeschoss der Remise an der Bahnhofstraße soll ein "Museum des 20. Jahrhunderts" entstehen; dazu soll es dort einen Markt für Antikes und Flohmarktartikel geben: Mit diesem Projektvorschlag wird der Heima t- und Kulturverein (HKV) Eilsen in Kürze in die Gespräche gehen, an deren Ende ein Masterplan für Bad Eilsen stehen wird.

Friedrich Winkelhake, Chef des HKV, istüberzeugt: "Weil der Kurort supergünstig an der Autobahn A 2, aber auch an gleich zwei Bundesstraßen liegt, ist er im Umkreis von 60 Kilometern für alle an Geschichte Interessierten, aber auch für die Besucher von Antik- und Flohmärkten ein Ziel, das sich schnell erreichen lässt." Das Dachgeschoss der erst unlängst sanierten Remise, die im Eigentum der Gemeinde ist, wird derzeit - nur - als Lager genutzt. Nach Dafürhalten des HKV wäre es die ideale Fläche, um dort ein Museum des 20. Jahrhunderts einzurichten, das es so in der Region noch nicht gebe. Folgende Ausstellungsschwerpunkte seien denkbar: Wohnungsinterieur , inklusive Dinge wie Lampen, Geschirr, Reinigungs- und Phonogeräte und dergleichen mehr. Werkstätten von Handwerkern wie Schuhmacher, Schneider und Schmiede. Landwirtschaftsgeräte, die es früher in fast jedem ländlichen Schaumburger Haushalt gab: etwa Zentrifugen, Butterfässer, Milchkannen und Geräte zur Hausschlachtung. Sportgeräte aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schulstube samt Einrichtung. "Tante-Emma-Laden", mit der Möglichkeit, "antiquierte" Dinge des täglichen Bedarfs dort direkt zu erwerben. Bücher& Zeitschriften , die als "Antiquitäten" gleichfalls zum Verkauf stehen sollten. Spielzeug aus allen Epochen des 20. Jahrhunderts. Wäsche und Kleidung. Typische Zimmer aus dem alten Bad Eilsen: etwa Apotheker-, Post-, Verwaltungs- oder Baderäume samt Einrichtung. Kalendersammlung Trachtenschau Darüber hinaus könnte die Heimatstube aus dem Keller im Haus des Gastes ausquartiert und in das künftige Museum integriert werden. Und: "Auch der große Bestand an antiquarischen Büchern, über den die Bad Eilser Kirchengemeinde verfügt, könnte in das Museum mit aufgenommen werden", schlägt Winkelhake vor. Die Erlöse aus dem Verkauf könnten dann - wie gehabt - in die Afrika- und Tschernobylhilfe fließen. Für den guten Zweck veräußern ließen sich aber auch Dinge, welche das Museum doppelt vorhalte. Der HKV-Chef ist sicher: "Ein Ausbau des Obergeschosses der Remise, das ,Aufspüren' von Museumsgut und das Betreuen und ,Auffrischen' der Ausstellungsstücke würden neue (Teilzeit-)Arbeitsplätze schaffen." Landfristigere Jobs könnte es durch das Museum- respektive Verkaufspersonal selbst geben.




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