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Die Deutsche Bahn saniert derzeit sehr aufwändig eine Brücke zwischen Hasperde und Hachmühlen

Oben Bahn, unten Autos – und ein enger Zeitplan

Hachmühlen (jhr). Eine Baustelle, die die Ingenieure besonders fordert: Zwischen Hasperde und Hachmühlen wird derzeit die Eisenbahnbrücke über die Bundesstraße 217 erneuert. Seit Anfang September wird bereits gearbeitet – doch die eigentlich kniffligen Momente des Projektes stehen Planern, Bauarbeitern und Autofahrern noch bevor.

Bislang nur die Vorarbeiten für die wirklich große Aktion: Die beiden bisherigen Überbauten über die B 217 werden bei der Brücke

Für rund 3,5 Millionen Euro sollen die Brücke bei Hachmühlen und eine weitere bei Springe saniert werden, bis Sommer nächsten Jahres soll das Projekt abgeschlossen sein. „Wir bauen links und rechts der vorhandenen Brücke ein Traggerüst, auf dem wir Walzträger, also etwa einen Meter hohe Stahlträger auflagern. Verwendet wird das Verfahren ,Walzträger in Beton‘, eine Jahrzehnte bewährte Bauweise“, sagt Gerd Mahrendorf, Projektingenieur der Deutschen Bahn. Penible Vorarbeit ist notwendig, um das Einpassen der neuen Fahrbahn-Überbauten im vorgesehenen Zeitraum bewerkstelligen zu können. Für jedes Gleis – und bei zwei Brücken müssen sich die Ingenieure um vier Gleise kümmern – steht ein Zeitraum von 151 Stunden zur Verfügung, in dem der Bahnverkehr ruht. In diesem Zeitraum wird aber nicht nur der neue Überbau mit großem technischen Aufwand eingepasst, auch der bisherige Überbau muss raus. Und dieser Umstand fordert die Projektbeteiligten besonders. „Aufgrund der in beiden Fällen sehr beengten Verhältnisse können keine großen 800-Tonnen-Kräne aufgestellt werden, mit denen die Überbauten einfach ausgehoben werden könnten“, sagt Mahrendorf. „Wir haben ganz große Probleme einzuschätzen, wie schnell man so einen Überbau tatsächlich abbrechen kann. Nach der ersten Aktion werden wir‘s wissen – aber diese Art von Überbau ist wirklich noch nicht häufig abgebrochen worden“, erläutert er eine für die Planer noch ungewisse Größe. Die neuen Überbauten sollen dann hydraulisch auf einer Verschubbahn aus Teflon an ihren Bestimmungsort gepresst werden.

Für die Baustelle bei Hachmühlen stehen die Gespräche zum Zeitplan noch aus, für die zweite Brücke bei Springe gibt es bereits ein zeitliches Gerüst: Nach bisheriger Planung soll die erste Sperrung vom 24. bis 31. März stattfinden, die zweite vom 31. März bis 7. April. In beiden Fällen wird voraussichtlich im Zeitraum Sonnabend 0 Uhr bis Montag 5 Uhr die B 217 für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt sein.

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