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Pathologen finden Wasser in der Lunge / Todeszeitpunkt offenbar am 16. Januar

Obduktion: Kristina E. ist ertrunken

Rinteln (wm). Die gerichtsmedizinische Untersuchung des Leichnams von Kristina E. gestern Vormittag im Rintelner Krankenhaus hat die Annahme der Polizei bestätigt: Die 22-jährige Erzieherin aus Exten ist in der Weser bei Rumbeck ertrunken.

Wie Gabriela Mielke, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, gestern Nachmittag erläuterte, hätten die Rechtsmediziner der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bei der Obduktion unter anderem Wasser in der Lunge der Toten gefunden, ein Indiz dafür, dass die junge Frau noch gelebt haben muss, als sie in das Wasser gekommen ist. Die Pathologen hätten bei der Obduktion keine Verletzungen entdeckt, die auf eine Gewalttat schließen ließen. Dass kein Fremdverschulden vorliegt, dafür spricht nach Auffassung der Polizei auch, dass das Dienstbuch ihrer Wohngruppe in Exten, eine rote Kladde, neben der Toten gefunden worden war. Noch festgestellt werden müsse der genaue Todeszeitpunkt, man gehe aber von dem Tag aus, an dem die 22-Jährige als vermisst gemeldet worden war - dem 16. Januar. Veranlasst worden war die gestrige Obduktion von der Staatsanwaltschaft Hannover. Ob die junge Frau unter Drogen gestanden habe, Tabletten oder Alkohol zu sich genommen habe, müsse in weiteren, toxikologisch-feingeweblichen Untersuchungen noch geklärt werden, so Gabriela Mielke. Bei der Sonderermittlungsgruppe in Rinteln hat sich heute die Familie des Lebensgefährten zu einem Gespräch angemeldet. Auf der Homepage "www.kristina-vermisst.de" war gestern Morgen noch die Reportage eines Fernseh-Teams zu sehen, dem ein verzweifelter Lebensgefährte erklärt, er könne nicht an einen Suizid glauben.

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