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"Tag der offenen Tür" des DRK Schaumburg / Schnellaufblaszelt beeindruckt / Borgward-Oldtimer aus Meppen ist dabei

Nur wenige Menschen kennen die rettenden Griffe

Bückeburg (mig). Vom aufblasbaren Rettungszelt bis zum Einsatz-Borgward von 1957: Anlässlich des "Tags der offenen Tür" hat sich das DRK Schaumburg am Wochenende mit verschiedenen Ständen, Fahrzeugen und Vorführungen präsentiert. Die Veranstaltung sollte unter anderem die vielfältigen Dienste des DRK Kreis- und Ortsverbands vorstellen.

Viele Stunden hatten die Ehrenamtlichen hart gearbeitet, um den "Tag der offenen Tür" vorzubereiten. Umso größer war die Erleichterung, als endlich alles stand: "Wir sind sehr zufrieden, auch mit dem Besucherandrang", meinte Karin Gerstenberg, Chefin des DRK-Ortsverbandes. Zu sehen gab es schließlich auch genug: Die Passanten konnten in die Fahrzeuge der "Schnellen-Einsatz-Gruppe" hineinschauen oder sich einmal auf ein Kradmelder-Motorrad setzen. Ebenfalls bestaunt wurde die Ausrüstung, die das DRK im Katastrophenfall einsetzt. Das "Schnellaufblaszelt" steht innerhalb von drei Minuten und kann bis zu zehn Schwerverletzte aufnehmen. Wenn es zum Ernstfall kommt, werden die Patienten mit bunten Karten eingeteilt: "Im Ernstfall muss man schnell unterscheiden können", betont Kreisbereitschaftsleiter Mathias Langner. Zu einem "Erste-Hilfe-Test" wurden die Passanten dann vor dem Zelt der Breitenausbildung animiert. Auf einer Decke durften die Freiwilligen an einer Puppe und am Menschen den eigenen Kenntnisstand demonstrieren. Fazit: Nur wenige Teilnehmer hatten die notwendigen Handgriffe parat. Ein Grund dafür sind Änderungen, durch die die Erstrettung in den letzten Jahren vereinfacht worden ist. Kordula Weihe-Omram: "Man muss nicht mehr so viele Handgriffe machen wie früher. Außerdem wurde die Reihenfolge zugunsten von Herz- Kreislauf geändert, weil der Herztod Todesursache Nummer eins ist". Zum Abschluss konnten sich Kinder und Erwachsene vom Jugendrotkreuz noch blutende Platzwunden und andere Verletzungen effektvoll aufschminken lassen. Ein besonderes Highlight der DRK-Schau war sicher der graugrüne Oldtimer des befreundeten Meppener Ortsvereins. Der Borgward Baujahr 1957 verbraucht allerdings nicht weniger als 30 Liter Super und ist wohl auch deshalb bisher nur 36000 Kilometer gelaufen. Im Ernstfall wird er trotzdem noch genutzt: Wenn das digitale Funknetzüberlastet ist, verteilt der Wagen Feldtelefone. Christian Habicht: "Wir haben schon einen Kontakt zum ,Verein zur Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge' in Bückeburg aufgebaut und kommen vielleicht auch zur Oldtimer-Parade."

2 Bilder
Was tun, wenn der Ernstfall eintritt? Das DRK fragt Passanten nach ihren Erste-Hilfe-Kenntnissen. Fotos: mig



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