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Schöttlinger möchten Verkehrsinsel wieder herstellen / Finanzausschuss diskutiert über die Notwendigkeit dieser Maßnahme

Nur schön oder auch nötig?

Schöttlingen/Lindhorst. Die Schöttlinger wünschen sich eine neue Einfassung der Verkehrsinsel sowie zwei neue Hinweisschilder mit den Hausnummern der Anwohner. Die Arbeit würden sie in Eigenregie leisten, für die Materialkosten haben sie um einen Zuschuss der Gemeinde gebeten. Der Finanzausschuss bezweifelt die Notwendigkeit dieser Maßnahme und hat sich dafür ausgesprochen, nur die Dinge zu finanzieren, die für die Verkehrssicherheit erforderlich sind.

Schließlich habe die Gemeinde vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage nichts zu verschenken, so der Tenor im Gremium. Wenn es nicht gefährlich sei, „kann man sich das Geld hier sparen“, sagte Christopher Sendler (SPD). Und Parteigenosse Horst Schimmelpfennig meinte: Es mache keinen Sinn, zu versuchen, auf der einen Seite „mühselig Geld einzusparen“, wenn man es auf der anderen Seite leichtfertig wieder ausgebe.

Nach Angaben von Gemeindedirektor Jens Schwedhelm würden Materialkosten von rund 800 bis 1000 Euro für das gesamte Vorhaben entstehen. Was die Schöttlinger im Einzelnen vorhaben: Zum einen sind die Bordsteine der Verkehrsinsel, an der sich die beiden Zufahrtstraßen zur Schöttlinger Siedlung gabeln, beschädigt und sollen ersetzt werden. Zum anderen hat es zwei Hinweisschilder gegeben, die die Fahrtrichtung für die anliegenden Hausnummern zeigten. Im Zuge der Aufstellung des Jubiläums-Steins wurden diese Schilder entfernt und sollen nun in besserer Lesbarkeit hinter der Insel aufgestellt werden.

Die Ausschussmitglieder stellten den Sinn dieser Verkehrsinsel generell infrage. Bürgervertreter Karsten Sennholz wunderte sich: „Ich finde es sowieso komisch, dass diese Insel noch gewollt ist.“ Und Bürgervertreter Manfred Völker sagte in Richtung der Verwaltung: „Jetzt mal Butter bei die Fische“ – und fragte, ob diese Maßnahmen wirklich nötig seien. Nach einigem Zögern gestand Schwedhelm: Auf die Hausnummern zu verweisen, sei durchaus wichtig, zum Beispiel damit die Rettungskräfte sofort wissen, welche Zufahrt sie nehmen müssen. „Das ist unsere Aufgabe“, so der Gemeindedirektor. Abgängige Bordsteine gebe es hingegen an mehreren Stellen im Ort. An der Verkehrsinsel sei die Verkehrssicherheit auch nicht durch die abgebrochenen Steine beeinträchtigt, es handele sich vielmehr um einen Schönheitsfehler.

Finanzausschussvorsitzender Burkhard Pieper (CDU) schlug vor, den Antrag der Schöttlinger noch einmal im Bauausschuss aufzugreifen. kil




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