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Elternvertreter Jens Bremer: Eltern werden verrückt gemacht

Nur noch Kombiklassen durch Schülerrückgang

Beckedorf. Die Beckedorfer Politiker im Lindhorster Samtgemeinderat sollten den pädagogischen Nutzen in der Frage der Beckedorfer Außenstelle der Lindhorster Grundschule in den Vordergrund stellen, sagt Rektor Hubert Sagel im Gespräch mit dieser Zeitung. Die offensichtliche Nostalgie aber müsse in den Hintergrund rücken.

Autor:

Oliver Nowak

Nur weil einst die Eltern und Großeltern der Samtgemeinderatsmitglieder in der Außenstelle die Schulbank drückten, werde am Erhalt festgehalten. Dies ginge zu Lasten der Schulqualität am Haupt- und am Außenstandort der Magister-Nothold-Grundschule, wettert Sagel. Werde die Hortbetreuung am Hauptstandort eingeführt, werde der Besuch der Lindhorster Grundschule noch attraktiver. Würde die Außenstelle geschlossen werden, könnten die Ressourcen der Lehrerschaft geschont werden und eine „vernünftige Dreizügigkeit“ am Hauptstandort entstehen. „Das ist eine pädagogisch sinnvolle Größe.“

So ähnlich sei der Elternschaft der Beckedorfer Kinder die Situation auch auf einer Veranstaltung im Dezember dargelegt worden. Zurzeit werden 44 Kinder in der Außenstelle unterrichtet. Nach bisherigem Stand würden im kommenden Schuljahr nur noch etwa 33 Schüler dort unterrichtet. Ein solcher Rückgang ziehe Konsequenzen nach sich. Aller Voraussicht nach würde ab kommendem Schuljahr in zwei Kombiklassen unterrichtet. Erste und zweite Klasse würden zusammengefasst, ebenso die dritte und vierte Klasse. Dadurch ändere sich jedes Jahr die Zusammensetzung der Lerngruppen. – Sagels Meinung nach ein „unvorteilhafter Effekt“ für die Schüler.

Jens Bremer, Elternvertreter der vierten Klassen der Beckedorfer Außenstelle, sieht das anders. Die Kombiklassen würden von der Schulleitung „mies gemacht“, sagt er. „Und damit werden auch die Eltern verrückt gemacht“, fährt er fort. Allgemein versuche die Schulleitung schon seit der Übernahme der Außenstelle im Jahr 2007, diese „dichtzumachen“. Der Wille, die Beckedorfer Schule erhalten zu wollen, scheine von der Schulleitung einfach nicht akzeptiert zu werden. „Es brodelt zwischen den unterschiedlichen Konfliktparteien.“ Das zeigt sich auch an der Zurückhaltung von Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther. Aufgrund der Vielschichtigkeit des Konflikts möchte er sich nur in persönlichen Gesprächen zu dem Thema äußern. Wenn eine Hortbetreuung in Lindhorst von der Samtgemeinde eingerichtet werde, könnten viele Eltern ihre Kinder aus der Außenstelle abziehen. Welche Auswirkungen das auf den Beckedorfer Standort habe, könne er nicht sagen.

Ähnlich zurückhaltend äußerte sich auch Beckedorfs Bürgermeister Dieter Wall (SPD). Eine Hortbetreuung in Beckedorf käme nicht infrage, und durch die Hortbetreuung in Lindhorst würden einige Schüler den Beckedorfer Standort verlassen.




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