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Haupt- und Realschüler aus Obernkirchen stellen ihre Werke im Amtsgericht aus

Nur hinter verschlossenen Türen? Von wegen: Die Kunst kommt zur Justiz

Bückeburg (ly). Wartezeiten lassen sich bei Gericht kaum vermeiden. Kundschaft und Besucher der Bückeburger Justiz können sich diese ab sofort mit einer neuen Ausstellung vertreiben. Zu sehen sind Bilder von Haupt- und Realschülern der Jahrgänge 5 bis 10 des Schulzentrums "Am Ochsenbruch" in Obernkirchen. Aufgehängt wurden 30 Rahmen mit zum Teil mehreren Werken, verteilt über diverse Flure, Beratungs- und Besprechungszimmer des Amtsgerichts.

Zwei Werke von vielen: Mit einer Ausstellung im Amtsgericht nutz

Als Vorbilder haben die Schüler Künstler wie Franz Marc (Expressionismus), Joan Miró (Surrealismus) oder Piet Mondrian (Konstruktivismus) genommen. Weitere Themenbereiche sind Liniengrafiken, Collagen, Pointillismus sowie figurative Malerei in Anlehnung an Keith Haring und Niki de Saint Phalle. Gemalt wurde unter anderem mit Öl, Kreide, Acrylfarben und Zeichenkohle. In der Schule finde Kunst meist hinter verschlossenen Türen statt, erklärte Armin Böhm, Direktor des Amtsgerichts, zur Eröffnung. Umso bedauerlicher, weil Böhm unter den jungen Künstlern "viele Talente" ausgemacht hat. In diesem Fall nun "kommt die Kunst zu den Leuten", so der Direktor. "Für unsere Besucher verbindet sich das Praktische mit dem Schönen. Und ich bin stolz, dass wir so tolle Sachen zeigen können." Dankbar zeigte sich auch Schulleiter Wolfgang Fließ. "Eine bessere Öffentlichkeit gibt es nicht", sagte Fließ, während dessen Stellvertreter Hartmut Drygala, zugleich verantwortlich für den Fachbereich Kunst, von einer "exponierten Stelle" sprach. Mit nach Bückeburg gekommen war auch Kunstlehrerin Brigitta Schermer. Entstanden sind die Werkeim Unterricht. "Wir machen keine Auftragskunst", erklärte Drygala. Für das Amtsgericht ist es die dritte Schau mit Werken von Schülern. Zuvor hatte die Justiz sich mit dem Gymnasium Adolfinum und der Herder-Realschule zusammengetan.

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