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Nenndorfer Seniorenbeirat schneidet brisantes Thema an

Nur bewusstlos ins neue Klinikum

Samtgemeinde Nenndorf. Der Seniorenbeirat der Samtgemeinde hat sich zu seiner jüngsten Sitzung in der „Medicare“-Seniorenresidenz in Haste zusammengefunden. Dort gab es auch Kontakt zu den Bewohnern. Der Vorsitzende Friedrich Kräft stellte anwesenden Mitgliedern des Heimbeirates die Arbeit „seines“ Gremiums vor.

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„Im Prinzip sind wir für alle Belange der Generation 60 plus zuständig“, erklärte Kräft. Als Arbeitserfolg des Seniorenbeirates wertete er zum Beispiel den „Bürgerbus“. Kräft gab den Hochbetagten bei dieser Gelegenheit gleich noch ein paar nützliche Tipps mit. „Immer ein Handy dabeihaben“, riet er. „Ein Billiges tut es auch. Für den Notruf.“

Bei Kräfts Bericht von der Sitzung des Kreisseniorenrates schnitten die Beiräte über einen Umweg das brisante Lokalthema Klinikum Schaumburg an. Kern des Vortrags waren eigentlich die als solche empfundenen Unzulänglichkeiten des öffentlichen Personennahverkehrs in Schaumburg. Flugs war man beim neuen Klinikum: Wie genau solle ein älterer Mensch da eigentlich hingelangen?

Er wolle „da sowieso nicht rein“, sagte Beiratsmitglied Siegfried Kreft. „Wenn ich noch bei Bewusstsein bin, lasse ich mich nach Gehrden oder gleich nach Hannover bringen“, erklärte der Senior. „Notfalls schreibe ich eine Patientenverfügung.“

Weitere Themen, von denen Kräft berichtete, waren die Pläne der niedersächsischen Landesregierung, die Kommunen per Auflage zur Einrichtung eines Seniorenbeirates quasi zu zwingen.

Ein konkreter Plan, den der Beirat ins Auge gefasst hat, ist eine Seniorenbefragung ähnlich wie in Rinteln. Dort wurden Fragebögen bei Veranstaltungen ausgegeben. Der Rücklauf sei „aber nicht so toll gewesen“, wusste Kräft.

Der Nenndorfer Beirat solle die Fragebögen lieber per Post versenden. Das könne bei 40 Prozent der Bevölkerung, die älter als 60 sind, zwar kostenintensiv sein, eventuell lasse sich aber etwas mit Sondertarifen machen, so Kräft.



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