×
Limp Bizkit locken 3000 Fans an die Gilde Parkbühne

Nu-Metal-Explosion im Grünen

Hannover. Der Name ist Gott sei Dank nicht Programm bei Limp Bizkit, denn von einem „weichen Keks?“ hatte diese Show rein gar nichts. Vielmehr präsentierte die hoch dekorierte Nu-Metal-Band aus Florida an diesem Abend eine hochexplosive Mixtur aus brachialem Metal, eingebettet in groovige Raps, die Frontmann und erklärte Rampensau Fred Durst mit viel Energie zu den Fans schickte.

Mehrmals betont Durst, dass es ihn freut, in Hannover zu sein. Dass er ab und an dem Publikum den Stinkefinger zeigt, stört keinen. Des Öfteren erklärte Durst in Interviews, dass diese Attacken nicht als Anfeindungen, sondern als Liebesbeweise gegenüber seinen Fans gelten. Die Security im Ausnahmezustand: An diesem Abend ist Crowdsurfing angesagt – ohne Wenn und Aber. So werden im wahrsten Sinne des Wortes überwiegend weibliche Fans auf den Händen der Konzertbesucher bis an die Bühne durchgereicht.

Bei dem Song „Gold Cobra“ verlässt Durst die Bühne, stellt sich auf die Absperrgitter und lässt sich von seiner Gefolgsschar enthusiastisch feiern. Danach geht es auf direktem Weg zu einer Gruppe Rollstuhlfahrern, die ihr Glück gar nicht so richtig fassen können. Schnell ein paar Selfies mit dem Meister – Hallelujah, was für eine Show.

Die Setlist weist ein „Greatest-Hits-Programm“ aus – was keinen sonderlich wundert, denn die letzte Albumveröffentlichung liegt bereits mehr als vier Jahre zurück. So können sich die Fans unter anderem an Klassikern wie „Rollin“, „My Generation“ und „Break Stuff“ erfreuen – angereichert mit Coverversionen von den Who (Behind Blues Eyes) oder Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“.

Schon seit Langem ist es keine Fred-Durst-One-Man-Show mehr – seit 2009 steht Gitarrist Wes Borland, nach einigen Unterbrechungen, wieder in den Reihen der Kombo. In wilder, schriller Maskierung bereichert er nicht nur optisch, sondern auch musikalisch das Geschehen auf der Bühne.

Nach 90 Minuten ist das wilde Treiben vor und auf der Bühne vorbei – kein langer Auftritt, aber einer, der es in sich hatte.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt